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Bootfahren in der Praxis Tips für die Praxis des Bootfahrens

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  #1  
Alt 21.08.2006, 19:58
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hausmeisterkrause hausmeisterkrause ist offline
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Standard Entwicklung im Boots- und Außenborder- Bau???

Hallo Leute,

auf die folgende(n) Frage(n) bin ich u. A. durch den Bootswechsel von UweS gekommen... da wechselt also jemand von einem "modernen" Caribe auf ein "altes" Wiking und tut dies aus voller Überzeugung, nicht weil z. B. ihn ein finanzieller Engpass dazu zwingt oder ähnliches sondern rein aus durchaus nachvollziehbaren praktischen Gründen

Da frage ich mich, was sich in den letzten, na sagen wir mal... 20 Jahren auf dem Bootssektor getan hat?! Kann es sein, dass keines der "modernen" Boote die Anforderungen z. B. eines Wiking erfüllt?!
Anders gefragt: sind die neuen Boote wirklich besser oder handelt es sich bei Mittelsteuerstand, Knickschläuchen und Co. in erster Linie um Modeerscheinungen?!
Ich selbst fahre ja ein 20 Jahre altes Metzeler und habe nicht das Gefühl, dass ich es besser heute als morgen verschrotten sollte...

Meine Gedanken zu ABs werde ich in einem weiteren Beitrag ausführen (bin versehentlich schon vorher an den "Abschicken"- Button gekommen )

Grüsse
Werner
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  #2  
Alt 21.08.2006, 20:49
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Du spricht mir aus der Seele, ich sehe auch nur die praktischen Seiten der Wikingboote.
Was nützen mir die modischten Schuhe in denen ich nicht laufen kann.
Aus diesem Grunde ist es einfach nur Schade, dass die Werft die Türen geschlossen hat.
__________________
Gruss Frank

Heute weiß ich, dass sich mit einem Festrumpfboot keine Feste feiern lassen
Alte Liebe rostet nicht, Wiking Titan 570 mit 225PS Optimax

Für Wikinger eine nette Seite.
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  #3  
Alt 21.08.2006, 22:18
daniels
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Es soll ja auch Wiking Boote geben, die eigentlich wie ein normales aussehen und nur zum Wiking geschminkt wurden.


Mal sehen was Uwe dazu sagt. Ich meine zum Thema ob es auch ein anderes gewesen sein könnte, dass seine Ziele erfüllt. Ausreichend Sitzposition in Fahrtichtung.

Hans
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  #4  
Alt 21.08.2006, 22:26
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Zitat:
Zitat von frank
Du spricht mir aus der Seele, ich sehe auch nur die praktischen Seiten der Wikingboote.
Was nützen mir die modischten Schuhe in denen ich nicht laufen kann.
Aus diesem Grunde ist es einfach nur Schade, dass die Werft die Türen geschlossen hat.
Hallo Frank,
vielen Dank für Deinen Beitrag! Ich möchte aber festhalten, dass es mir nicht darum geht, hier einen Lobgesang auf Wiking oder andere Boote der "alten" oder vllt. besser "herkömmlichen" Bauart anzustimmen... meine Frage war schon ernst gemeint.
Es muß sich doch etwas getan haben in 20 Jahren (dieser Zeitraum war ebenfalls nur ein Beispiel), als Vergleich möchte ich einmal den Einfluss der Aerodynamik auf den Automobilbau anführen...


Um mal zum 2ten Punkt meines Ausgangsbeitrags zu kommen: Motoren

Außer den 2- Takt- Direkteinspritzern hat es doch über Jahre keine wirklich großen Erneuerungen gegeben?! Ich war erschreckt, als ich kürzlich einen 30 PS Johnson von Bj. 2000 sah. Dieser sieht unter der Haube nicht wirklich anders aus der 74er Evinrude, den ich kürzlich abgegeben habe, die größte Änderung war wohl noch die kontaktlose Zündung?! Gut, nun haben sich die 2- Takter mit Ansaugprinzip ab nächstem Jahr ja wohl erledigt.

Aber auch bei 4- Taktern bin ich fast der Meinung, dass dort Uralt- Technik im hübschen Gewand für teures Geld verkauft wird.
Beispielvergleich: ein Supersport- Motorrad hat heute ca. 170 PS Leistung bei 1000ccm, wiegt dabei fahrfertig unter 200kg und kostet +/- 12000.- Euro (wobei dies ein Listenpreis ist, der meist noch rabattiert wird).
Bei diesen "unter 200kg" ist aber bereits ein voller Tank (!), der eigentliche Motor, ein Fahrwerk mit Felgen/ Reifen, nicht zu vergessen ein 6- Gang- Getriebe usw. verbaut.

Im Vergleich dazu sieht ein AB im Hinblick auf Preis, Verbrauch, Gewicht, Lautstärke usw. aber ganz alt aus!!!
Mir ist klar, dass man beide Motoren nur bedingt vergleichen kann, da ein AB ja nur eine feste Übersetzung hat und daher seine Leistung über ein möglichst breites Drehzahlband zur Verfügung stellen muss. Dafür hat er aber auch das 2 bis 2 1/2fache an Hubraum...

Also, wo sind hier die Technikfreaks, die mich überzeugen, dass ich für die nächste Saison ein neues Boot brauche ???

Grüsse
Werner
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  #5  
Alt 21.08.2006, 23:14
c*****r
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Meine Theorie, was den Rumpfbau betrifft:
Alles schon mal da gewesen!

Aber über Aerodynamik müsste sich bei den Booten doch bestimmt was machen lassen - auch bei Schlauchbooten. Wenn ich da so an die Luft denke, die so'n Schlauchi vor sich her schiebt? Auf Krk hatte ich bei Tempo 60 mind. 2 Minuten eine Bremse (Insekt) im Boot rumfliegen, unberührt vom Fahrtwind.

Oder kenn ich Ansätze einfach nicht, die schon praktiziert wurden?

Reinhard
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  #6  
Alt 22.08.2006, 08:25
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Zitat:
Zitat von chester
Meine Theorie, was den Rumpfbau betrifft:
Alles schon mal da gewesen!

Aber über Aerodynamik müsste sich bei den Booten doch bestimmt was machen lassen - auch bei Schlauchbooten. Wenn ich da so an die Luft denke, die so'n Schlauchi vor sich her schiebt? Auf Krk hatte ich bei Tempo 60 mind. 2 Minuten eine Bremse (Insekt) im Boot rumfliegen, unberührt vom Fahrtwind.

Oder kenn ich Ansätze einfach nicht, die schon praktiziert wurden?

Reinhard
Aerodynamik? Luft im Schlauch und Ps an der Welle?
__________________
lg. Peter

Bootfahren ist die schönste Art Geld zu vernichten
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  #7  
Alt 22.08.2006, 09:52
c*****r
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Zitat:
Zitat von Pedoli
Aerodynamik? Luft im Schlauch und Ps an der Welle?
Nö,nö - ich meine im Ernst, ob bei Booten sowas wie die Verbesserung des CW-Wertes möglich ist. Hat jemand so einen Kahn schon mal in einen Windkanal gepackt?

Ansätze wären doch vielleicht optimierte Bug-Partien, andere Schlauchformen oder sowas.

Oder ist das spinnert? Gibt's ein Colani-Boot?

Reinhard
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  #8  
Alt 22.08.2006, 10:23
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Reden

Zitat:
Zitat von tino
Deshalb sind die, die Wiking fahren noch lange nicht blind. Sonst wären ja in Kroatien mehr Blinde als Sehende auf dem Wasser gewesen.
Bitte legt doch nicht immer jedes Wort auf die Goldwaage und nehmt Ironie und Zynismus so, wie sie gemeint sind und nicht wörtlich .

Und, die Sehenden waren doch zu 99 Prozent Deutsche ? Oder sieht man auch Italiener, Franzosen, Engländer, Spanier, Kroaten, Griechen ...... mit Wiking-Booten ? Ich denke nicht - die Vorzüge sind als anscheinend auf Deutsche und ein paar Österreicher beschränkt .


Zitat:
Zitat von tino
Nochmal, nichts gegen ein ZAR. Die Boote sind schön anzusehen und liegen gut auf dem Wasser, hätte aber Andreas P zu 3. auf einem ZAR gleicher Größe 3 Wochen Urlaub machen können?
Auf seinem Wiking Titan schon!
Tino, und Du glaubst also im ernst, auf einem anderen Boot der 5-6m Klasse geht das nicht ? Ob ZAR oder BWA oder was auch immer ist doch egal, kann man doch auf jedem Boot. Was bietet denn Wiking zum Wohnen am Boot so besonderes ? Die Scheibe und das Vordeck etwa ?
Frag einmal Davor, wie er das mit seinem 57er Zar und 4 Kindern macht .
__________________
lg
Ferdi

Boot-loser Admin
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  #9  
Alt 22.08.2006, 11:38
Helge
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Ob Wiking oder Zar oder..oder ..... über Geschmack läßt sich bekanntlich (nicht) streiten.

Ich bezweifle nicht, dass in letzten Jahren die Technik viel weiter gekommen ist und viele Entwicklungen äußerst praktisch sind. Oftmals sind es aber nur sehr geringfügige, eigentlich unwesentlich kleine Fortschritte, die uns als Meilensteine der Geschichte verkauft werden. Viele Dinge werden teuer erkauft, doch der betriebene Aufwand und der Nutzeffekt stehen häufig in keinem vernünftigen Verhältnis - dass kann sich dennoch wirtschaftlicher Erfolg nennen, und letztendlich ist das ja das Ausschlaggebende.

Ob sich in 20Jahren altbewährte Technik erhält ist nicht nur eine Frage der Weiterentwicklung und Forschung. Ich glaube, nicht die Frage der Technik alleine zählt, sondern unsere Meinung und Geschmack sind wesentlich stärker daran beteiligt als wir es glauben wollen. Ein Motor kann eine uralte, bekannte Technik haben. Mit neuer sprachlicher Betonung einiger Bauteile und Eigenschaften und neuem Anstrich wird er ohne weiteres von der Werbung als neuster Schrei verkauft: es kommt nur darauf an, wo der Schwerpunkt angesetzt wird - erfolgreich sicherlich dann nicht bei der Eigenschaft des Spritverbrauchs.

Andererseits darf man nicht vergessen, was Ferdi schon sagte: Die Erwartungshaltung der Sicherheit ist auf dem Wasser viel größer. Und dies zeigt sich auch im Verhalten zu bewährter Technik. Elektronischer Schnickschnack ist nun mal im Verruf, nicht so sicher zu sein wie altbekannte Technik. Die Abhängigkeit von menschlicher Unverlässlichkeit ist immer die größte Fehlerquelle. Beim Sixtanten weiß man aus jahrhundertlanger Erfahrung, dass keine menschliches Versprechen notwendig ist, damit Sterne und Sonne am Himmel bleiben. Bei neuer Technik muss man sich jedoch "blind" darauf verlassen. Neue Technik muss sich bewähren, und das dauert und kann nicht immer in der Simulation erprobt werden.

Ich glaube, oft werden Birnen mit Äpfeln verglichen - wie auch in Bezug auf die Frage nach dem Stauraum. Und ich bin der Meinung, dass der heutige Schlauchbootgeschmack wesentlich stärker eine Frage der Modeerscheinung ist als eine alleinige, persönlich-praktische Entscheidung. Wir glauben zwar, eine persönliche getroffen zu haben, aber letztendlich gehen wir erst nach dem Schönheitsidol, und in zweiter Hinsicht dann der Frage nach, ob man sich den Traum finaniziell und/oder "räumlich" leisten kann.

Stellen wir uns doch zunächst mal die Frage, woher das eigentliche Schlauchboot seinen Zweck und seine spezifischen Eigenschaften hat. Ferner können wir erkennen, dass man versucht Vorteile eines "Joghurtbechers" mit denen eines Schlauchis zu verküpfen: das RIB

Je nachdem, in welche Richtung man tendiert, wird daraus eine krängungs-krankes Schlauchboot, weil man die Reibung der Schläuche ganz vermeiden will und ein andermal eine angebliche unmodische, veraltete oder unwirtschaftliche Technik. Und es ist nun mal Tatsache, dass es Leute gibt, die in den heißen Süden fahren und dort Muskeln und nackte Haut auf dem Wasser zur Schau stellen möchten, und dass andere dagegen einen anderen Zweck beim Bootfahren bevorzugen und dabei weniger frieren wollen oder einen Motoradhelm vermeiden möchten, damit Wind und Regen nicht in die Augen sticht.

Kleine Boote wie 3,5m-4m und dann mit Steuerstand ausgestattet halte ich für Spielerei, denn letztendlich sind solche teilweise nur noch "2Mann"-Boote ... geschweige denn mit Liegewiese. Und die mit Liegewiese sollten schon etwas größer sein als die 5m Kategoriem, denn einen wegklappbaren Steuerstand habe ich noch nicht gesehen, ein Regendach/Verdeck passt auch schlecht darüber - naja, dann bräuchte ich ja keine Liegewiese, wenn die Sonne nicht scheint.... Letztendlich muss jeder selber entscheiden, welchen Verwendungszweck und welche Vorteile er geniessen will.

Ich halte es auch nicht für sinnig, eine Definitionsgrenze zu ziehen, ab wann man nicht mehr von "Schlauchboot" sprechen sollte, z.B. wenn die Schläuche mit Kunststoffkammern ersetzt werden - so was soll es ja auch geben Denn diese Frage stellt sich ja schon generell bei jedem RIB, wobei zwischen dem ursprünglichen RIB und den heutigen Bauformen Welten liegen. Man könnte sich ja auch fragen, ob ein "modernes" RIB nicht auch als eine neue Bauform oder eine Weiterentwicklung des "Joghurtbechers" betrachtet werden kann.

Mich persönlich befällt schon Zweifel von einem Schlauchboot zu sprechen, wenn dieses bereits bei Rumpfgeschwindigkeit nicht mehr mit den Schläuchen im Wasser liegt oder der Schlauch teilweise nur noch optisch nachgestellt wird. Aber abgesehen davon, dass es nur meine persönliche Meinung ist, denke ich, dass auch solche Meinungen eine Vorstellung prägen, ob Fortschritt und technische Entwicklungen erfolgreich waren oder stattgefunden haben.

Gruß Helge
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  #10  
Alt 22.08.2006, 12:22
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dodl dodl ist offline
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Hallo,

Getan hat sich sicher einiges. Bei den zerlegbaren Booten scheinen mir die Hochdruckböden ganz sinnvoll zu sein, sonst seh ich da kaum was tolles neues.

Bei den RIB's hat sich eine unglaubliche Vielfalt entwickelt. Da gibts fuer jede Vorliebe etwas. Vor 20 Jahren kannte doch kein Mensch überhaupt eines, ausser vielleicht die Arbeiter die damit bei ihrer Bohrinsel rumfahren mussten.
Heute is das Angebot kaum mehr zu überblicken (siehe Herstellerlinks)
Technisch kannst beim Rumpf nicht soviel machen. Verbesserst du die eine Eigenschaft, holst du dir am andern Ende wieder Nachteile ins Boot.
So gesehen schauen sich Rümpfe je nach Einsatzgebiet seit 30 Jahren mehr oder weniger aehnlich.

Bei den GFK Booten wurde scheinbar auch fest abgeschaut. Der Manos hat mal Fotos von nem kleinen BW und einem ZAR gepostet
Marlin schaut aus wie ein Carolina Sportfisher mit draufgepicktem Schlauch.
Scanner ebenso.

Werkstoffmässig ginge vieles, nur wer soll das bezahlen. Dafuer sind die Stückzahlen zu klein.
Aber grosse Innovationen werden wohl ausbleiben. Eventuell beim Antrieb, aber bei einem Boot (Gleiter) sicher nicht.

cu
martin
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