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-   -   Massenträgheit des Propellers, Klacken beim Einlegen des Ganges (http://www.schlauchboot-forum.com/forum/showthread.php?t=29421)

quastenfloesser 22.03.2015 17:17

Massenträgheit des Propellers, Klacken beim Einlegen des Ganges
 
Servus,

eine Frage die sich hier sicher jeder stellt..... :zwinkern
Es klackt beim Einlegen einer Fahrtrichtung mehr oder weniger stark.
Das liegt wohl daran, das das Getriebe eines Aussenborders nicht, ich nenne es mal, synchronisiert ist.
Kurz gesagt es werden die Klauen der Schiebemuffe auf der Propellerwelle gnadenlos in die Klauen des jeweiligen Kegelrades getrieben.
Motor in Leerlaufdrehzahl Propellerwelle in Stillstand.
Entsprechende Übersetzung berücksichtigt ergibt die Differenzdrehzahl.

Für die armen Klauen ist das :motz4, aber die sollten das abkönnen bei normaler Nutzung.

Es sollte natürlich darauf gewartet werden, das der Propeller mehr oder weniger still steht.
Ob das immer gelingt, keine Ahnung.
Man sollte auch zügig den Gang einlegen, damit man nicht so ein bischen die Klauen belastet, sondern gleich möglichst viel Fläche zum tragen kommt.

Wenn ich nicht aufpass macht es bei mir halt ratatatata klack.

Das ist in meinen Augen die billigste und blödeste Art und Weise einen Kraftschluss herzustellen.
Aber egal ist halt so. Zumindest bei den älteren Modellen.
Wie das bei neueren High Techs gelöst ist hab ich keine Ahnung.
Vielleicht ist da ja jemanden was besseres eingefallen.
Ich hätte da eine Idee, ganz spontan. Kostet aber Geld....

Jetzt ist es ja so, dass eine Masse von Propellerwelle und Propeller auf Drehzahl gebracht werden.

Grob,
- je größer die Masse bei gleicher Geometrie, um so träger, umso KLACK
- je weiter die Masse vom Drehmittelpunkt entfernt ist, umso KLACKER

Nachzulesen hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%A4gheitsmoment

Und nun kann ein anderer Trööt bereinigt werden, bei wem es mehr oder weniger Klackt, oder auch gar nicht. :biere

Vielleicht kennt ja auch jemand den Grund warum es bei ihm gar nicht Klackt.

glasi2000 22.03.2015 17:59

Bei meinen alten Mercury 75PS 2T Bj 91 war es auch immer so wie du beschrieben hast
Langsam klackerts wie verrückt und beim schnellen Rückwärtsgang einlegen nur kurz
Ich habe aufs Alter geschoben zumal es unserer alter 6PS Evinrude auch gemacht hat
Beim HPDI hab ich es nicht

Tommy 22.03.2015 19:33

Zitat:

Zitat von quastenfloesser (Beitrag 391165)
...Vielleicht kennt ja auch jemand den Grund warum es bei ihm gar nicht Klackt.

Hallo zusammen,

habe gerade zufällig auf der YAMAHA-Website von einem "SDS-System" gelesen, was man optional zu einigen Motoren bestellen kann.
Und das schreibt YAMAHA auf Seite 4 der verlinkten PDF:

"SDS: System für leises Schalten
Vermeidet das störende Geräusch, das normalerweise beim Einlegen des Gangs zu hören ist.
Das SDS-System nutzt eine verzahnte Propellernabe und eine verzahnte Anlaufscheibe um
Geräusche und Vibrationen zu verhindern. Diese Entwicklung
ermöglicht leise und sanfte
Schaltvorgänge."

Quelle: http://www.yamaha-motor.eu/de/binary...215-491257.pdf

Shelm 22.03.2015 20:08

Zitat:

Zitat von Tommy (Beitrag 391186)
Hallo zusammen,

habe gerade zufällig auf der YAMAHA-Website von einem "SDS-System" gelesen,

Jup das nennt sich Shift Damper System. :chapeau

Ist eine Lösung warum es nicht klackt, aber eigentlich nicht per Getriebe gelöst sondern per Propellerdämpfung. :nixweiss

Hier mehr dazu...

http://blog.boats.com/2010/11/outboa.../#.VQ8RM-EgRNQ

http://www.yamaha-motor.com.au/servi...a%20Propellers

Lori 23.03.2015 08:28

Moin,
passt hier ein bisschen rein (Massenträgheit)....meine dicke Holidays musste ja den Winter über ohne Getriebe ihr Dasein fristen.

Warum? Tja, wenn man(n) beim mech. Wendegetriebe den Gang schaltet, macht es nicht nur "klack", sondern es gibt einen markerschütternden Schlag durchs Schiff und dann gehts los.
Das war dem kurzzeitigem Vorbesitzer offenbar zu heftig und unbekannt, also hat er immer schön sachte geschaltet. Da haben 4 Monate Besitz gereicht, um das Getriebe nachhaltig zu beschädigen.
Man schiebt mittels Hülse einen Bolzen mit Schneckengewinde nach unten (vorwärts) oder zieht ihn nach oben (rückwärts), bis er schön in die Räder einrastet. Wenn man das aber nicht mit "Schmackes" macht und nicht ein bisschen tapfer ist, schleift man nach und nach das Gewinde ab. Dann geht irgendwann nix mehr, beginnend bei ordentlich warmen Motor/Getriebe. Die Holidays lies sich so schön sanft fahren:str:ka5....
Das erste Mal ging nichts mehr, als ich letzten Sommer mit Ralf unterwegs war und ich aus einer Schleuse im großen Havelland-Nirgendwo ausfahren wollte. Vorwärtsgang rein - nüscht tut sich. Wäre jetzt nicht so schlimm gewesen, wenn nicht der Segler hinter uns mit seinem Flautenschieber schon mal zügig losgefahren wäre. Den bekommt man dann nicht mehr mal eben aufgestoppt. Eine Handbreit vorm Aufschlag habe ich dann doch noch den Vorwärtsgang gefunden, in dem ich aus der Not mit eingelegtem Gang gestartet habe.
Das ging noch ein paar Mal so im Laufe der Saison (was meint ihr, wie putzig die Charterer mit Sektchen in der Hand auf der Fly gucken, wenn das Boot vor ihnen wg. Anglern unter einer engen Brücke aufstoppen muss und dann nicht mehr losfahren kann:new....haben alle fröhlich genickt...:futschlac), also habe ich im Winter das Getriebe von einem Volvo-Spezi machen lassen.
Der Gewindebolzen kostet als Ersatzteil mal eben 800 €, aber das war erfreulicher Weise noch nicht nötig, er hat alles neu eingeschliffen und eingestellt, der Test unter Realbedingungen steht noch aus. Ersatzgetriebe für das Drehmomentmonster liegt bei ca.8000€, wenn es überhaupt eins gibt...bei der nächsten Zickerei kommt deshalb ein wesentlich günstigeres Hydraulikgetriebe rein.

Die Moral von der Geschichte - schaltet die kupplungslosen Getriebe, welcher Bauart auch immer, immer schön zügig, auch wenn es klackt, klickt oder eben von unten Tritt. Das spart viel Geld.:wein

frank 25.03.2015 15:56

Ich habe das Problem bei meinem Tohatsu auch gehabt und wie sich herausstellte war die Leerlaufdehzahl zu hoch bei einer Inspektion wurde diese gesenkt und schon war das harte klacken beim Schalten weg.

Mein Mercury schaltet ohne ein Geräusch die Drehzahl liegt so etwa bei 650U/min
stelle ich die Drehzahl auf 800U/min klakt es hier auch.


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