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| Festrumpfschlauchboote Rib´s Alles zu Schlauchbooten mit GFK oder festem Rumpf |
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#1
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Wie es sich hier oben gehört, möchte ich den ersten Beitrag von mir in diesem Forum mit einem kräftigen "Moin Moin" aus Schleswig-Holstein beginnen!
Meine Frau und ich (Marco) sind 36 Jahre jung/alt und leben, wie schon erwähnt, im nördlichsten Bundesland der BRD, also direkt zwischen zwei Küsten. Da wir beide sind seit einigen Jahren im Besitz einen Sportbootführerscheins (Binnen u. See) und wollten eigentlich schon die ganze Zeit ein kleines Boot unser eigen nennen können. Leider bot sich bisher nicht so recht die passende Gelegenheit hierfür, zumal wir auch noch leidenschaftliche Sporttaucher sind und dementsprechend ein passendes Boot bräuchten. Vor gut 4 Wochen bot sich uns beiden dann recht spontan die Möglichkeit, relativ günstig ein RIB vom Typ Bombard 500 (Bj. 1994) zu bekommen. Das ganze Angebot bestand aus dem RIB mit Fahrstand und Sitzbank, einem Geräteträger, montierter Suzuki DT 40 Aussenborder sowie zu Boot gehördendem Harbeck-Trailer sowie dessen grünen Nummernschildern. Das besagte Boot scheint für das Alter wirklich sehr gut in Schuss zu sein und der Suzuki DT40 2-Takter-Aussenborder sieht innen wie außen noch aus wie neu, er soll angeblich erst 30 Betriebsstunden haben, was ich sogar glaube. Trailer & Co. sind ebenfalls sehr gut in Schuss, wirklich alles sehr sehr gepflegt. Der Schlauch vervollständigt den sehr guten Gesamteindruck. Da wir beide keine Ahnung davon haben was das Besitzen eines Bootes so mit sich bringt, ist also alles noch völliges Neuland für uns. Glücklicher Weise hat mein Schwager (seit 15 Jahren Motorbooterfahrung) uns einige Tipps zur notwendigen Ausstattung und Nachhilfeunterricht in Sachen Knotenkunde gegeben. So weit, so gut! Also erstmal getrailert und das Boot sowie den Motor im Ostseewasser getestet. Dank der Unterweisung meines Schwagers klappt auch alles ganz prächtig. Nun haben wir seit letzter Woche das zum Bootsbetrieb notwendige Zeugs gekauft und einige Kleinigkeiten habe ich dann noch selbst am Boot modifiziert. Den Trailer habe ich am Freitag überarbeitet, also verzinkte Schrauben gegen rostfreie ausgetauscht, notwendiges abgeschmiert bzw. entrostet und die vorderen Doppel-Luftreifen gegen ein einzelnes Rad ausgetauscht, da ich vorwiegend auf festem Untergrund trailern werde. Die Doppelräder sind wohl eher was für den Strand und werden deshalb eingelagert. Die Seilwinde haben ich durch eine neue Gurtwinde ersetzt. Der Vorbesitzer war scheinbar ein gewissenhafter Mensch, leider ist dieser vor kurzem verstorben, was auch den Bootsverkauf erklärt. Alle Steuer- bzw. Elektroleitungen sind vorbildlich verlegt und in Kabelbahnen verstaut worden. Kleiner Haken an der Sache, der Schlauch besitzt einen einzigen schwarzen Flicken von etwa 120x120mm. Gestern ist uns aufgefallen, das sich dort bei Wasserkontakt oberhalb leichte Blasen bilden, zudem zischt es minimal. Der Flicken hält also nicht dicht. Der Luftverlust hält sich noch in Grenzen, ich werde das Boot aber dennoch gleich morgen nach Feierabend raustrailern, vorher schaffe ich es leider nicht. Nun kommt mein Fragenkatalog für die Experten unter Euch: 1. Aus welchem Material besteht der Schlauch bei unserem Boot? 2. Kann ich das Schlauchboot selbst flicken? 3. Wenn ja, was benötige ich dafür und wo bekomme ich es her? 4. Wie geht man am besten vor um das Problem zu beheben? 5. Gibt es grundsätzliche Dinge bei Schlauchbooten zu beachten (wir sind ja Greenhorns)? 6. Gibt es bezüglich Aussenborder etwas wichtiges zu beachten? Mein handwerkliches Geschick dürfte für das Flicken wohl reichen. Wer Lust und Zeit hat, kann ja vielleicht mal in diesen Thread einsteigen und ggf. meinen Wissensstand erhöhen. Wir sind für jeden Tipps, Rat oder Hinweis dankbar! ![]() Mit besten Grüssen von der Ostseeküste, Marco |
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#2
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zusätzlich zur Frage an Frank, das Boot besteht aus PVC Material.
__________________
lg Ferdi ![]() Boot-loser Admin
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#3
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Hallo Marco,
erst mal willkommen hier im Forum ![]() Unter der Vorraussetzung, das dein Boot aus PVC ist, hier mal ein Verarbeitungshinweis: http://www.ottozeus.de/produkte/data...mation-985.pdf Du kannst natürlich auch den Kleber bei Frank bestellen, auf jeden Fall ist ein 2-Komponentenkleber empfehlenswert. Arbeitsschritte: Vorbereitung: Am Besten die Luft aus dem Boot lassen, oder aufgepumpft kleben und sofort nach dem Kleben und festdrücken den Druck fast vollständig ablassen. Klebestellen mit Kreppband abkleben (dann weis man wo man den Kleber auftragen muss, außerdem wird die Haut vor verlaufendem Kleber geschützt) Gründliches reinigen der Klebestellen mit Aceton, so lange rubbeln bis sich die oberste PVC Schicht am Lappen befindet. Die Oberfläche wird dann merklich stumpf. Die gereinigten Stellen werden nun gut getrocknet, zum Beschleunigen kann eine Heißluftpistole benutzt werden (die Plane aber nicht verkohlen!!!) Kleben: den Kleber dünn aufpinseln und antrocknen lassen, auch hier kann zur Beschleunigung des Vorganges eine Heißluftpistole benutzt werden, unbedingt die Trocknungszeit (ca. 30 min. bei 20° Außentemperatur) einhalten! nochmals einpinseln und bei Kaltverklebung 5 - 10 min. ablüften lassen, dann kurz und kräftig zusammen drücken. Hierzu einen kleinen Roller oder Holzlöffel verwenden , um die Klebestellen wirklich FEST zusammen zu drücken. Warmverkebung den Kleber VOLLSTÄNDIG trockenen lassen, eine halbe Stunde bei warmen Wetter reicht, es kann aber auch gerne bis zum nächsten Morgen gewartet werden, zum Beschleunigen kann auch eine Heißluftpistole benutzt werden. Dann die Klebeflächen mit der Heißluftpistole erhitzen und so den Kleber reaktivieren. Sofort so fest wie es geht aufeinanderpressen (wieder wie oben mit Hilfsmitteln viel Druck ausüben). Achtung! Die Teile schon beim ersten Klebeversuch exakt positionieren, da es eine zweite Chance beim Kontaktkleben nicht gibt! Beim Kontaktkleben ist die Kraft beim Zusammendrücken entscheidend für die Qualität der Klebung, nicht die Zeit des Zusammenpressens! Klebestellen min. 24, besser 48h nicht belasten und vollständig abbinden lassen.
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Gruß Thomas Boot: Shetland 536, Motor: E-Tec 90, Trailer: Brenderup B018B |
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#4
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Moin Mitlesende,
Danke für die Antworten. Ich bin am überlegen, ob ich es von einer ansässigen Fachwerkstatt z.B. Fa. Cosalt GmbH (ehemals Messerschmidt) reparieren lassen soll, allerdings habe ich keinerlei Vorstellungen was so etwas im Schnitt kostet oder kosten kann. ![]() Habt Ihr da irgendwelche Erfahrungen die in diese Richtung gehen? Zur Sicherheit habe ich heute direkt nach dem heraustrailern das Boot mit Lecksucher abgesprüht. Habe keine weiteren Auffälligkeiten finden können. Der Vorbesitzer hatte wahrscheinlich nur einen "schlechten Tag" mit seinem aufgebrachten Flicken. Das Schlauchmaterial ist also PVC, gut zu wissen. Kennt jemand von Euch zufällig weitere Firmen im Raum Kiel die sich mit Schlauchbootreparatur beschäftigen? Besten Gruß, Marco |
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#5
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Moin Moin,
nur um den Beitrag zu komplettieren. Ich habe den Schlauch bei Cosalt in Kiel (Eckernförder Strasse) flicken lassen. Unter dem besagten Altflicken, welcher leider unsachgemäß vom Vorbesitzer aufgebracht worden war, befand sich ein 5cm langer, horizontaler Riss im Schlauch. Das Ergebnis nach dem Werkstattaufenthalt kann sich, wie zu erwarten war, sehen lassen. Die haben den Riß wie es sich gehört von innen und außen geflickt. Einige kleinere Stellen, die nichts mit der Dichtigkeit zu tun hatten (Zier und Schutzelemente) haben sie auch gleich nachgeklebt. Das Ganze hat mich inklusive Material sowie dazugehöriger Mehrwertsteuer knapp 150 Euro gekostet. Der Arbeitsaufwand wurde mit 1,75 Stunden berechnet. Eigentlich hätte ich das Boot erst nach 2 Wochen abholen sollen. Allerdings waren sie mit dem Thema bereits nach 3 Tagen durch! Besten Gruß, Marco |
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