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| Aussenbordmotoren Alles zum Thema Motoren, egal ob 2 oder 4-Takt |
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#1
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Hallo,
habe seit Kurzem auch ein Schlauchboot. Leider kann ich nicht fahren , da der Motor (Mercury, 50PS, BJ 1982) Benzin verliert bzw. durch die Gegend spritzt . Der Motor ist wohl ein Zweitakter und hat zwei Vergaser. Wenn der Motor läuft, spritzt im Bogen Benizn aus einer Schraube neben dem oberen Vergaser. Von der Stelle habe ich ein Foto gemacht und die Schraube markiert aus der es rausspritzt. Kennt sich einer von euch aus und weiß was das sein kann? Kann ich den Schaden selber beheben? Besten Dank, Steffen |
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#2
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Hallo Steffen,
die von Dir gekennteichnete Schraube ist eine Düse und führt Benzin. Sollte wenn sie schon so vor Dir liegt, gereinigt (ausgeblasen) im ausgebauten Zustand, werden. Wenn Benzin aus dem Auspuff kommt, stimmt was mit der Zündung nicht (min. 1 Zylinder zündet nicht) und unverbranntes Benzingemisch wird zum Ausfüff befördert. Also erst mal die Zündung überprüfen. Funken alle Zündkerzen ![]() Ist der Schwimmer mit Nadel vom Vergaser OK? Oder läuft hier ununterbrochen Benzin in die Kammer? |
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#3
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Hi Blacky,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe jetzt mal den oberen Vergaser komplett abgeschraubt, auseinandergenommen, alles durchgepustet und alles wieder vorsichtig zusammengesetzt. Es könnte sein, dass - wie Du schon vermutet hast - der Schwimmer festklemmte. Zumindest habe ich im Schwimmergehäuse Ablagerungen (altes Öl?) gefunden. Die Schraube mit dem Loch scheint der Überlauf zu sein, da der Gang direkt oben im Gehäuse des Schwimmers endet. Muß ich nach dem Zusammenbau noch was beachten? Ich meine alles ist wieder so zusammengeschraubt wie zuvor. Was regelt eigentlich die Nadelschaube am Vergaser? Habe sie wieder 9 Umdehungen reingeschaubt. Justiert man damit die Benzin Zufuhr während der Motor läuft? Die Zündkerzen habe ich schon vorher mal rausgeschraubt und mit feinem Schmirgelpapier den Ruß ect. entfernt, aber wahrscheinlich müßte ich die auch mal tauschen, was meint Ihr? Kann es sein daß nur bestimmte 2-Takt-Öle zum Mischen verwendet werden dürfen? Welches ist zu empfehlen? Besten Dank hoffentlich kann ich morgen endlich Bötchen fahren ,Steffen |
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#4
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Zitat:
wenn du sie wieder 2,5 umdrehungen raus drehst hast du die grundeinstellung. gruß sascha |
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#5
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Hallo Steffen.
Zitat:
Ganz rein und dann 1,5 bis 2,5 Umdrehungen raus ist wie oben schon erwähnt die Grundeinstellung. Damit sollte er laufen. Dein Problem ist aber bestimmt ein hängender Schwimmer, oder Dreck in der Öffnung, die der Schwimmer ja schließen soll, wenn ein bestimmter Stand in der Schwimmerkammer erreicht ist. Die Benzinpumpe fördert munter weiter und das Benzin wird aus dem Überlauf gedrückt. Wenn Du alles gereinigt und wieder richtig zusammengebaut hast, dann starte mal. Gruß detlef |
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#6
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hi steffen!
wie schon beschrieben, einfach mal komplett reinigen und dan sollte das problem behoben sein. zum öl: nimm nur speziellen aussenborder-2takt öl (TCW 3). das ist für niedrigere betriebstemperaturen ausgelegt. lg martin |
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#7
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Hallo,
ersteinmal vielen Dank für Euere Antworten. Folgendes habe ich in der Zwischenzeit gemacht: - den Vergaser ausgebaut und gereinigt (Schwimmer war wirklich verklemmt) Super! Beim ersten Testlauf kommt kein Bezin mehr aus dem Vergaser, alles trocken - Danke, danke, danke!Leider ging der Motor dann wieder aus, also: - die sehr verölten Zündkerzen ausgebaut und durch Neue ersetzt - Korrosionen an den Kontakten beseitigt - alle Zündkabel auf Stomführung überprüft -> bei allen blitzt es beim Test - versucht Motor zu starten -> ging leider nicht - StartFix gekauft -> Motor lässt sich damit problenlos starten - ca. 5 min laufen lassen - dann wollte ich die Vergaser einstellen (soll ja mit Standgas im Vorwärtsgang geschehen), also das Boot entsprechend am Steg vertaut doch beim einlegen des Vorwärtsgangs ging der Motor trotz vollem Standgas immer wieder aus (drück jedoch kurzzeitig das Boot nach vorne). Ist der Motor zu stark belastet? Ach ja, der Motor qualmt ein bischen, war aber schon sehr dunkel daher kann ich das mit Sicherheit nicht genau sagen. Was mache ich falsch, darf ich nicht am Steg festgebunden sein? Warum ist der Motor so schwer zu starten, ist er noch innen verölt? Wenn ja, was kann man dagegen machen? Vielleicht ist das Zweitaktöl nicht gut? Ich habe das ganz billige durch syntetisches ausgetauscht, habe aber nun keinen Tank mehr, kann ich TCW 3 einfach nachschütten, oder wird das Gemisch dann zu fett? Besten Dank, Steffen |
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#8
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Steffen, offentsichlich solltest Du den Motor mal freifahren, längere Strecke mit odentlich Gas.
Zusätzliches Öl nachkippen auf keinen Fall, entweder altes Benzin leerfahren oder besser frisches Gemisch nehmen. PS. Ab Baujahr 1985 hat Mercury die Ölmenge bei vollsynthetischem Öl auf 1:100 freigegeben.
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Gruß Blacky Es gibt viel zu tun, warten wir´s ab Echte Männer essen keinen Honig... -echte Männer kauen Bienen!! ; Geändert von blacky GS (25.09.2006 um 23:46 Uhr) |
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#9
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Hallo Steffen.
Würd ich auch so machen, Motor erstmal richtig freifahren. Min 10 KM mit einigen Vollgasanteilen. Dann möglichst nicht lange im Standgas laufen lassen und die Farbe der Kerzen kontrollieren. Sollten im Idealfall rehbraun sein. Offensichtlich ist der Motor aber noch zu fett eingestellt. Wie weit hast du die Leerlaufdüse herausgedreht. Probiere immer eine 1/4 Drehung reinzudrehen, bis er ausgehen will, dann eine 1/4 Drehung zurück und passt. Das schlechte anspringen kommt davon, wenn er zu fett ist. Dazu vielleich auch noch kurz den Choke gezogen und schon ist er abgesoffen. Ich würde das Gemisch in einen Kanister schütten und mir neues anmischen, mit der richtigen Mischung und TCW3 Öl, du kannst es ja später immer noch verbraten, wenn er läuft. Gruß Detlef |
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#10
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Hallo,
leider läuft der Motor immer noch nicht richtig .Nach dem Starten mit Startspray läuft der Motor einwandfrei (ein Einstellen an den Vergaserschrauben hat keinen Einfluss). Sobald ich aber den Vorwärtsgang einlege, geht der Motor aus. Zwar wird das Boot ein bischen angeschoben, aber wie gesagt geht der Motor aus. Was stimmt nicht mit dem Motor? Besten Dank für Eure Hinweise, Steffen |
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#11
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Hallo Steffen,
das ist bei den alten Kisten manchmal so. Bei der Probefahrt mit dem neuen Boot eines Freundes und dem alten Mercury kam ich oft auch nur weg wenn ich am Gashebel den Motor hochgedreht habe und dann den Gashebel schnell wieder runter und den Gang eingelegt und da auch gleich Gas gegeben habe. Der Motor tourt dann noch mit höherer Drehzahl ab und bekommt gleich wieder Kraftstoff und sollte dann zumindest erstmal mit Antrieb laufen. Wenn man dann eine Weile gefahren ist geht es dann auch im Standgas. Wenn das nicht funktioniert sollte mal ein Fachmann ran, obwohl ich Leute kenne die seit Jahren nur so vom Fleck kommen Ist sicher nicht die Getriebeschonendste Art aber funktioniert erstmal um den Motor wieder frei zu fahren. Das geht auch mit fest vertäutem Boot am Steg. |
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#12
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Hallo Steffen.
Zitat:
Wenn Du den Motor im Leerlauf im Standgas laufen lässt, läuft er dann oder geht er auch dann aus. Ich würde ausserdem in jedem Fall die Kompression prüfen. Das hat leider oft so einiges ans Tageslicht gebracht. Gruß Detlef |
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#13
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Zitat:
habe auch noch so 'nen 50er Mercury und hatte damit auch Startprobleme. Er sprang nur sehr schwer an bis ich den Fehler gefunden hatte:Am AUS-Taster sprang ein Funke auf Masse über; der Taster hat im Laufe der Zeit durch Versprödung des Kunststoffs einen Haarriss und hier ist ein Funke durchgeknallt. Hat sich nur beim Anlassen und manchmal im Leerlauf bemerkbar gemacht .Habe einige Zeit nach dem Fehler gesucht, bis ich durch Zufall das Kabel von der Switchbox zum Schalter abgeklemmt habe und der Motor auf den ersten Zug ansprang. .Gruß Matthias |
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#14
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Hallo,
vielen vielen Dank für Euere Hinweise. Heute habe ich mal wieder am Motor gebastelt und getestet: Nachdem ich nun auch den zweiten Vergaser ausgebaut und gereinigt habe, läuft der Motor leider immer noch nicht richtig. 1. Ich kann den Motor nur mit Startfix starten, das geht aber sehr gut. 2. Sobald ich den Vorwärtsgang einlege geht der Motor leider aus. 3. Wenn ich Startfix während der Motor läuft in den oberen Vergaser sprühe erhöht sich die Drehzahl. 4. Wenn ich Startfix in den unteren Vergaser sprühe geht der Motor fast aus. 5. In den ersten Minuten kommt noch normal warmes Wasser aus der Kontrollöffnung, das wird dann kochend heiß und dann kommt nur noch Dampf (dann habe ich ausgemacht). Wie lautet Eure Fehelranalyse? Warum verhalten sich die Vergaser unterschiedlich? Ist die Düse vom oberen Vergaser immernoch verstopft? Warum kommt nach einiger Zeit nur noch Dampf aus der Kontrollöffnung? Ist der Impeller kaputt? Kann ich den kontrollieren? Mit bestem Dank und gute Nacht, Steffen |
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#15
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Hallo, das Problem hatte ich auch beim Yamaha 50PS Dreizylinder. Zum Schluß sprang er nicht mehr an, eine Benzinlache war auf dem Wasser. Und das in Ungarn, wo mich kein Mensch verstand. Aus der Not heraus baute ich alle drei Vergaser auseinander und staunte. Das war ein Kunstwerk von Vergaser. So viele Düsen und Kanäle im Vergaser hatte ich nicht erwartet. Überglücklich entdeckte ich mehrere 1-2mm große, bernsteinfarbige Kristalle im Schwimmergehäuse des unteren Vergasers. Die Düsen habe ich alle mit Pressluft vom Reifenkompressor gereinigt und (mit frühererErfahrung von Motorrädern )alle drei Vergaser im Wechsel mit Luft- und Benzindüsen nach Gehör eingestellt. Danach hatte mit dem Yamaha über 12 Jahre einen zuverlüssigen Freund. ![]() Gruß, Gerd. |
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