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Alt 28.08.2007, 23:50
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dodl dodl ist offline
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N'abend,

Ein paar sachen möcht ich einwerfen.

Das Extreme600 und das Zar53 mögen sich in der LOA unterscheiden, haben aber vermutlich eine vergleichbare WL, von daher nimmt sich das nicht viel.
Probefahrten sind auch mit Vorsicht zu geniessen. Da erlebt man die schlimmsten Sachen. Da reichen ein paar cm beim offset oder am Trimm und eine an sich gute Kiste faehrt wie ein Klavier mit Aussenborder. Wenn der Ferdi das ZAR zur Probefahrt hatte, hat der sicher so lang getueftelt bis das Optimum möglich war, was weiss man vom setup des Extreme. Vor allem hat ein 61er ZAR sicher mehr GFK im Wasser als ein 600er Extreme. Da vergleicht man 2 verschiedene Bootsklassen.

Gewichtsverteilung und Trimmung. Damit kannst du bereits auf der Donau ein nicht so übles 27' Boot in Verlegenheit bringen.
Deshalb immer aufpassen.

Ich wuerd erstmal sehr genau ueberlegen (immerhin gehts um eine stattliche Summe), wo du fahren willst, was dich dort wettermässig erwartet und ob fuer dich dann eher das Platzangebot, der Stauraum, Rauhwasserkomfort oder Rauhwassertauglichkeit im Sinne von Sicherheit und Manövrierfähigkeit im Vordergrund steht.

Ich hatte mal ein kleines RIB, das konnte im Rauhwasser sehr gut solange es flach aufs Wasser getrimmt war. Dann wars genial und lief wie ein Bulldozer durch die Wellen. Und sonst konnte es nix. Eng, klein, nix Stauraum, leistungshungrig, schiach und sehr schwer.
Ich hab auch schon ein 47er ZAR heftig Wasser uebern Bug schlucken sehen. Bei moderatem Seegang. Und ne Woche später ein Marlin in Gleitfahrt bei Seegang, bei dem zwischen meinen Arschbacken eine Münze die Prägung verloren haette.
Soll heissen, wennst dich bloed anstellst kannst das ZAR auch gut versenken.
Und drum find ich, dass eine Probefahrt nix aussagt. Was, wenn die mit so einem Setup stattfindet? Das ZAR is sicher auch eine Rauhwassersau. Wenn man aber ne Probefahrt mit bloedem Setup macht, vermittelt das dann einen voellig falschen Eindruck. Ich hab ja insofern nen Vergleich weil ich sehen konnte, wie Ferdis Boot durch die Wellen brettert. Da gibts nix zu meckern.

Und drum muss das auch nix heissen, wenn einer das Boot "mal gefahren ist". Mein Auto fand ich bei der Probefahrt auch cool, bis ich 2 Wochen später alle Macken kannte

Und beim Rumpf kann auch keiner zaubern. Da hast du 2 Möglichkeiten. Bau nen stark aufgekimmten Bug, und zieh den Arsch "durch die Welle". Ist gut und komfortabel, irgendwann funktioniert das so aber nimmer und du kriegst vorn Wasser rein. Kann am meer auch mal dumm ausgehen.

Oder schau dass du vorn genug Auftrieb hast und zieh dafuer die Aufkimmung voll durch. Macht nen etwas haerteren Ritt, dafuer bist du auf der sicheren Seite wenn du bei richtig Seegang damit manövrieren musst. Mir persoenlich lieber.

Oder bau ne Kompromisslösung. Aber innerhalb der sehr eng gesteckten Grenzen der Hydrodynamik bewegen sich da alle. Du musst als Käufer nur entscheiden, was auf deiner Prioritätenliste ganz oben steht.

Wennst jetzt Marlin mit ZAR vergleichst bin ich sicher, dass das marlin dir deutlich vor dem ZAR den Arsch versohlt. Ich wuerd auch das Boot vom Jörg hernehmen. Garantiert auch haerter in der Welle als ein ZAR. Aber bei dem bin ich ehrlich gesagt nicht sicher, obs im Ernstfall nicht das sicherere Boot ist. Etwas in dieser Art waer dann mein Favorit.

cu
martin
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