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Alt 29.10.2006, 08:09
LibraDW
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Hallo Marc ,

ich kann Dir nur meine Erfahrungen mit GFK und V - Kielrumpf anhand einer Wiking Libra und einer Wiking Orion schildern . Beide Boote nenne ich mein Besitz und fuhr ich mit dem gleichen Motor ( Mercury 25 PS ) . Das Orion ist allerdings 25 cm kürzer und 14 cm schmaler .

Zum Fahrverhalten :

himmelweiter Unterschied , das Libra war aufgrund des stumpferen Rumpfes ( Winkel der Kielung ) wendiger als das Orion . Die erreichte Endgeschwindigkeit ist gleich gewesen ( GPS ) . Der zerlegbare Boden hat aber bei weitem nicht die Festigkeit des GFK - Rumpfes der Orion -- es knarrt und knackt nichts bei der Orion . Bei der Libra ist ist auf immer wieder mal dazugekommen , daß der Motor Luft zog . Bei der Orion kam das bis jetzt noch nicht vor , da das Boot sich durch die Wellen schneidet .
Das Fahrverhalten der Orion ist im Vergleich zur Libra ein Himmelsgedicht . Ich bin mit der Orion auf der Ostsee bei höherem Wellengang gefahren und war begeistert . Mit meinem damaligen 5,2m Bowrider hätte ich mich nicht getraut bei diesen Wellen zu fahren . Bei den Wellen hätte es meine Libra wohl zerlegt , da man mit erhöhter Geschwindigkeit in den Wellen fahren muß , damit man nicht durch überschlagende Wellen duschen will .

Bei einen 4,10 m Wiking Festrumpf dürfte Dir das nicht passieren , da es aufgrund seiner Länge ein wesentlich besseres Fahrverhaten an den Tag legt als meine 3,5 m Orion . Das Seetörn / Saturn FR ist auch mein Traumboot . Da es für mich und meine Familie die richtige Bootsgröße hätte . Ein Wega / Meteor wäre mir schon wieder zu groß . Je größer das Boot ist , desto schwieiger ist es beim Slippen auch zu händeln . Die Motorisierung erfordert auch mehr Leistung .
Weitere Vorteile sind , wie schon angesprochen , die besseren Platzverhältnisse in einem Wiking GFK Boot als in einen zerlegbaren Wiking . Sobald ein GFK Boot nur einige cm breiter ist , wirst Du den Unterschied deutlich spüren . Ein weiterer Vorteil eines GFK`s ist die Pflegeleichtigkeit . Ist Sand im Boot - Wasserschlauch herbeiholen - ausspülen und einfach den Stöpsel ziehen .
Sand ist für Zerlegbare sehr gefährlich . Gelangt dieser nämlich ins Boot , setzt er sich mit der Zeit zwischen dem Bootsboden und dem zerlegbaren Boden und scheuert beides auf . Zudem gelangt immer etwas Wasser beim Fahren ins Boot - beim Festrumpfboot , wie gesagt einfach den Stöpsel ziehen - beim Zerlegbaren eine Venturidüse montieren , die Dir dann das eingetretene Wasser aus dem Boot zieht . Jedoch verbleibt immer eine Restfeuchtigkeit zwischen den Brettern und dem Hypalonboden .

Vorteil eines Zerlegbaren : wie es der Name schon sagt , daß es zerlegbar ist .

Aber bei 4,10 m und 60 PS wird man das Boot wohl eher Trailern als demontieren und im PKW / Wohnmobil transportieren , da Boot und vorallem Motor einiges wiegen .

Das Fahrverhalten eines FR - Schlauchbootes wird die absolut begeistern ; es ist nicht mit dem eines GFK- Bootes zu vergleichen .

Mein persönlicher Tipp : FR
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