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Alt 07.08.2006, 10:32
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Idrian Idrian ist offline
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Chrischan,

wir Schlauchbootfahrer sind doch gute Menschen. Auch ich hab eine ähnliche Situation erlebt. Wir haben gestern Morgen das Gemini nach Norddeich gekarrt und sind von dort aus rüber nach Norderney. Deine 5-6 Windstärken kann ich bestätigen. Auf der Nordsee ging es ganz schön zur Sache. Aber das erzähl ich alles noch mal in einem separaten Bericht.

Auf der Rückfahrt, so ca 1 sm vor der Einfahrt in den Hafen Norddeich sehe ich auf einmal einen Segler, so ca 8 Meter lang, ausserhalb der Fahrinne. Man muss dazu sagen, dass es so 2 Stunden nach Niedrigwasser war, und die ausgetonnten Fahrrinnen ziemlich genau eingehalten werden sollten zu dieser Zeit. Als ich mich dem Segler näherte um zu fragen ob alles in Ordnung sei, bestätigte sich mein Verdacht. Unter 1 Meter Wassertiefe und 1,5 Meter Tiefgang passen nicht zusammen. Das ältere Paar an Bord wirkte schon ziemlich hektisch. Auch gerade weil ziemlich starker Fährverkehr und die Nordsee dazu noch ziemlich aufgewühlt war.

Ich habe mich dann angeboten einen Freischleppversuch zu starten. Also wurde ein Tampen vom Segler rübergeworfen den ich dann am Niro-Bügel festgemacht habe.

Es blieb allerdings bei einem Versuch. Das Teil saß so fest auf Grund, da war nicht dran zu rütteln. Ich hab dann den Versuch aufgegeben und den beiden geraten doch einfach in Ruhe das auflaufende Wasser abzuwarten da sie nervlich schon einigermaßen fertig wirkten.

Das wollten die beiden dann auch machen. Alles andere wäre an dieser Stelle auch zwecklos gewesen.

Dann kam doch noch eine größere Motoryacht zur Hilfe um abermals einen Freischleppversuch zu unternehmen. Der Skipper warf einen ziemlich dünnen Tampen zum Segler rüber, festgemacht und Vollgas.

Ich dachte noch.....

Es kam wie es kommen musste. Der Tampen riss. Ihr könnt euch nicht vorstellen was das für einen Knall gab. Wie eine Peitsche schlug das abgerissene Ende zurück. Gott sei Dank wurde keiner dabei verletzt.

Auch dieser Versuch wurde dann aufgegeben.

Man einigte auf auf Plan B, eben doch das auflaufende Wasser abzuwarten. Mitlterweile fehlten auch nur noch ca 20 - 30 cm. Wir setzten daraufhin unsere Fahrt in den Hafen fort. Auch wenn wir am Ende nicht wirklich helfen konnten, hatten wir doch ein gutes Gefühl es zumindest versucht zu haben.

Andere Boote fuhren nämlich zur gleichen Zeit achtlos vorbei.
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Gruß Anton

Boot: Brig Eagle 600 L / Motor: Suzuki DF 140 TL / Trailer: Steinbacher MBT 2000 Centerloader
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