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Alt 26.08.2020, 13:44
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Ich bin nun doch nachdenklich geworden
Bei meinem alten Boot war eine Erdungsleitung vom Tank zum Bug-Zughaken verbaut, der nun wieder mit dem Trailer (der nun wieder mit dem Zugfahrzeug und über die Reifen geerdet war). Bei meinen neuen Boot nicht.
Unabhängig davon, dass ich das schleunigst nachrüsten werde, würde ich gerne folgende Aussagen zur Diskussion stellen:

Meinung A
Beim Einstecken der Zapfpistole das Boot oder den Tank mit der Hand berühren, während man die Pistole in der anderen Hand hat. Das sollte mögliche Aufladungen, Potentialunterschiede ausgleichen. Wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will auch beim Rausziehen, da sich die Pistole angeblich durch den Spritdurchlauf beim Tanken erneut aufladen kann. Normalerweise hat die Pistole aber Verbindung mit dem Tank beim Tanken, daher dürfte da nicht viel passieren.

Meinung B
Man muss nicht das Boot und die Zapfpistole anfassen. Es reicht auch zuerst die Zapfpistole an einen metallischen Teil des Tankstutzens zu bringen, damit die Ladung vom Boot über die Zapfpistole abgeführt wird.

Solange die Zapfpistole mit dem Metall des Tankeinfüllstutzens verbunden ist, ist auch ein Ladungsausgleich vorhanden und somit kann keine statische Aufladung entstehen.

Meinung C
Beim Tanken an der Straßentanke müsste eigentlich eine leitende Verbindung Z (bzw. Einfüllstutzen) zum Trailer hergestellt werden. (Weil der GFK Rumpf bzw. die Trailerauflagen ja eher nicht leiten)
Ich persönlich halte das tanken an der Wassertankstelle sogar für wesentlich gefährlicher. Das beweisen die relativ häufigen Unglücke dort.

Meinung D
Eine Erdungsband (kennen die älteren noch aus der Jugend von NSU und Opel Rekord) https://www.voelkner.de/products/212...SABEgIv7_D_BwE am AB ein paar hundert Meter vor Anfahren an die Tanke reicht aus.

Mein Klugscheißpotenzial aus ausnahmsweise ausgereizt, ich dreh mich da im Kreis.

Der für mich am logischsten und fundiertesten klingende Beitrag dazu ist dieser:

Zitat:
Zitat von Shelm Beitrag anzeigen
Moin Emil, Berny und Mitleser,

wenn das Boot (Tank) ordentlich mit Wissen über dieses Thema (Bootsbauer-/händler) "intern" geerdet wurde und auch die "Lücke" zum durch die Reifen geerdeten Trailer
überbrückt wurde, besteht natürlich keine Gefahr beim Tanken.

Wenn Boote aber privat im Hobbybereich selber ausgebaut oder umgebaut werden, ist diese Gefahrenquelle aber evtl. gar nicht bekannt und es wird keine Erdung verbaut.

Das kann der Tankstellenbetreiber aber nicht wissen ob ein Boot auf einem Trailer nun geerdet ist oder nicht.
Daher ist es verständlich das Tankstellenbetreiber mit Hausrecht natürlich darauf hinweisen das es hier besondere Spielregeln für das betanken von Booten auf Trailern gibt.
(Rauchen Verboten gilt/steht an Tanken ja auch und ist jedem bekannt.)

Der Hinweis von Reiner erst den Tank mit noch geschlossenen Deckel zu erden/entladen (mit Zapfpistole) war hier auch noch mal wichtig.

Das Problem das sich ein entzündliches Gemisch mit einem Funken entzünden kann besteht ja Praktisch nur dann, wenn ein Tank nicht geerdet ist oder wurde, dazu noch statisch aufgeladen ist/wurde und dann auch noch bei bereits offenen Tankdeckel ein Ladungsausgleich mit Funkenbildung stattfindet.

Fehlt eine dieser Variablen in der Gleichung passiert natürlich auch nichts.
(Theoretisch entlädt man die statische Aufladung von Boot oder Tank ja auch immer schon wenn man den Tankdeckel mit der (Angstschweißnassen) Hand berührt beim Aufschrauben. Praktisch trägt man aber auch womöglich nicht leitfähiges Schuhwerk und ist somit selber gar nicht geerdet oder selber statisch aufgeladen.)

In der Praxis das Boot auf dem Trailer (mit vorhandener interner Erdung von Tank zu Motor) zu betanken, ist wie auch auf dem Aral Foto unter Punkt 2 zu lesen ist, problemlos durch ein Starthilfekabel (welches oft sowieso im Auto rumliegt) möglich.
Dazu einfach (und natürlich gut für den Tankwart sichtbar) Trailer mit AB über ein Starthilfekabel leitend verbinden. (Opferanode (trocken) am AB kann leider auch an der Oberfläche oxidiert und somit nicht mehr leitend sein. Daher wäre ein anderes leitendes Metallteil als Erdungspunkt am AB noch sicherer.)
Wenn der eingebaute Tank im Boot nicht geerdet ist kann man sich ein paar Meter Klingeldraht mitnehmen, die man (für den Tankwart sichtbar/prüfbar)
vor dem Tankvorgang kurz an dem Tank befestigt und am Trailer.

Somit wird jedes Restrisiko (sichtbar) ausgeschlossen und der Tankwart kann eigentlich nicht meckern oder das Betanken wegen (womöglich) nicht vorhandener Erdung verwehren.
Meine Frage wäre, wo am Tank befestigen ?? Ich komme ja im Prinzip schnell nur an die Tanköffnung (metallisch) ??
__________________
Gruß
Markus / The artist formally known as Emil


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Shelm (28.08.2020)