Dieses Manöver habe ich zigmal mit dem Minenjäger der Klasse 331 durchgeführt. Aussetzen und Einnehmen des Tochterbootes ist da eine Standardrolle, die bei der Minenjagd bis zu 4X in der Stunde kommen kann.
1.) Das Mutterschiff gibt dem Tochterboot kein Lee und ist viel zu schnell.
2.)Der Kranfahrer kann es entweder nicht, oder der Kran hat versagt, sprich Ausfall Krananlage.
3.)Es gehört Fingerspitzengefühl und Mut dazu, das Tochterboot nach dem einpicken des Hakens unbedingt auf der ersten höchsten Welle mit aller Kraft zu hieven. Natürlich muss die Bugleine stramm geführt werden.
Schafft man es nicht auf der ersten Welle ist das Kranseil sofort voll zu fieren und die Bugleine muss über einen Poller nachgeführt werden.
Bei der gefahrenen Geschwindigkeit des Mutterschiffes wäre das aber nicht möglich gewesen.
Mir scheint es auch so, dass das Tochterboot durch den jeweiligen Standort der Besatzung falsch getrimmt (kopflastig) wurde. Gewicht immer nach achtern! Die Bugleine wäre bereits bei der Anfahrt im Heckbereich zu übergeben und auf dem Mutterschiff nach vorne mitzuführen.
Ein Versagen der beiden Schiffsführer.
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Viele Grüße Peter.............
"Auf Dauer hilft nur Power"
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