Hi Stefan,
auch wenn Du es nicht gern hörst: Ein qualitativ hochwertiger 1- Komponenten Polyurethankleber wie z.B. von Sika ist eine sehr vernünftige Lösung. Die z.T. schlechten Erfahrungen anderer Leute damit kann ich nicht bestätigen, m.E. wird in den meisten Fällen viel zu wenig auf die ordentliche Präparierung der Klebestellen geachtet und dann hält natürlich der beste Kleber nicht. Wenn man diese Arbeit sachgemäß macht, kannst Du an der Konsole locker Dein Boot hochheben, die Haltekraft ist gigantisch und wird, aufgrund der großen kraftschlüssigen Klebefläche, auch ideal in die Rumpfkonstruktion abgeleitet. Ich bohre prinzipiell NICHT in meine Gfk- Rümpfe, um sie mir so als weiteren 100%-ig intakten Auftriebskörper zu erhalten!
Sämtliche Lösungen mit eingeharzten Rampa-Muffen, Hohlraumdübeln, Revisionsöffnungen usw. sind immer mit der mechanischen Bearbeitung des Rumpfes verbunden und somit nicht sehr empfehlenswert- als weiteren Riesen-Nachteil empfinde ich die Tatsache, das man diese Stellen NIE dicht bekommt. Es mag für Dich interessant sein, das z.B. heute fast alle Wohnmobilkabinen, große Kühlauflieger usw. mit diesen Klebern verklebt werden, und bei solchen Karosserieaufbauten entstehen z.T. Scherkräfte, gegen die die einwirkenden Kräfte auf unseren Booten ziemlich albern sind!
Gruß,
Wolfgang
PS. Einharzen, wie der Dodl das macht, hält natürlich auch bombig (wenn man ordentlich vorbereitet)- nur wenn Du es dann mal wieder abhaben mußt, gibt`s Probleme. Bei der Polyurethankleber- Methode langt zum Lösen meist die hohe E- Stahlsaite einer Westerngitarre, womit man dann unterdurch "sägt", und ab isse!