Zitat:
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Zitat von Holländer
Hi Ferdi,
.... keine Äpfel mit Birne...
die Falcons sind soweit ich informiert bin nicht aus Hypalon gebaut
(Wolfgang sag es mir wenn ich falsch liege)
Gruß,
Frank 
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Ist richtig, Frank. Falcons sind aus PVC made in Germany!
Kleiner Exkurs:
Falcon hat früher aus Hypalon gebaut, nachdem aber von den zeitgleich damals produzierten PVC-Booten einige nun nach 15 Jahren immer noch tadellos Ihren Dienst versehen, sah man bei Falcon keinen Sinn mehr in der Verwendung von teurem Hypalon und hat statt dessen versucht, die PVC- Verarbeitung intern weiter zu verbessern.
Damit mich keiner mißversteht: Hypalon ist m.E. nach immer noch das beste Material für Schlauchboote, wenn der Preis und wirtschaftliche Überlegungen keine Rolle spielen, keine Frage. Nur ist PVC mittlerweile so gut geworden, das sich der Einsatz von Hypalon bei
nicht-zerlegbaren Booten m.E. nicht mehr lohnt! Wenn ich ein RIB tatsächlich 20 Jahre fahre (und von dieser Lebensdauer geht auch Falcon mindestens aus), habe ich bei der Erstinvestition schon soviel Geld gespart, das ich mir ein Re- Tubing leisten kann. Und wenn man, um mal wirklich kaufmännisch-fair zu rechnen, das gesparte Geld dann auch noch 20 Jahre festverzinst anlegen würde, kann man sicher schon 2x neue Schläuche dranmachen lassen......... wo also liegt da noch ein Vorteil bei Hypalon?
Der Hypalon- Nimbus gründet sich auch sehr stark auf die Anfangsjahre der Verwendung von PVC im Schlauchbootbau, wo die PVC-Materialien wirklich noch lange nicht die Qualität und Haltbarkeit von Hypalon hatten. Nur: PVC wurde mit den Jahren enorm weiterentwickelt, da es ein Produkt allgemeinen Interesses ist, Hypalon als Nischenprodukt, welches außer für Schlauchbootbauer kaum von Interesse ist, dagegen kaum.......
Zeiten ändern sich eben und manchmal tut Umdenken not- fiel mir auch nicht leicht, aber mittlerweile stehe ich auf dem Standpunkt, das ich es einem Interessenten nicht mehr empfehlen kann, Hypalon zu wählen- jedenfalls dann nicht, wenn wirtschaftliche Gesichtspunkte eine Rolle spielen! Denn für den Mehrpreis von Hypalon z.B. könnte der Kunde schon das nächstgrößere PVC- RIB bekommen- und da hat er garantiert mehr davon wie von einem Material, dessen Qualitäten er mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit nie schätzen lernen wird, da er das Boot bis dahin sowieso schon längst verkauft hat!
Bei zerlegbaren Booten hingegen sieht die Sache für mich nach wie vor anders aus. Gerade hier sollte man Hypalon unbedingt den Vorzug geben- jeder, der schon mal ein über 10 jahre altes PVC-Schlauchboot "zusammengewürgt" hat, weiß, warum: PVC schrumpft über die Jahre und wird härter, wenn sich die Weichmacher verflüchtigen! Außerdem sind die dynamischen Belastungen des Schlauches beim Fahren um ein vielfaches höher, wie bei einem RIB. Man kann sich also Materialermüdung hier überhaupt nicht leisten, und deshalb hibt es bei zerlegbaren Booten m.E. auch keine Alternative zum teuren Hypalon.