Wie schon bemerkt ist die Windstärke ziemlich zu vernachlässigen, viel spannender ist die Wellenhöhe in Verbindung mit der Periode. 3m Welle mit einer 8-12sec Periode sind angenehmer zu fahren als 1,5m Welle mit 4sec Periode, das sieht man ja sehr schön auf den "auch-Du-grüne-Neune-3bis4m-Wellen" der Adriaquerung, lange Wellen auf dem offenen Mehr sind tiefenentspannt fahrbar.
5-6 Bft mit nur 1,5m Welle bei ca 4 bis 5sec Mitte Juli in HR waren für mich zwar sehr spaßig, geht aber stehend ohne Federsitze und ohne Hardcore-GB-RIB mächtig in die Knochen und nach einer 3/4h war ich dann auch durch mit dem Thema - ich habe dann aber noch fast die gleiche Zeit gekämpft, den blöden Eimer mit der Boje zu verbinden geschweige, den ollen Eumel überhaupt zu erwischen. Der Badespaß zurück an Land war dann was für echte Frühschwimmer.
Und den wichtigsten Ansatz gibt sowieso Anton: 3-4m Welle aus der Perspektive eines Sportbootes sind ein Anblick, bei dem den meisten sowieso schon das Frühstück aus dem Gesicht fällt, bevor es auch nur einmal geschaukelt hat und man einen Grund hat sich Aussenbords zu lehnen. Daher: die Boote halten das aus, nur der Mensch oft nicht. Nördlich von Schottland gibt es die Messwertboje "Munkegrund" für Wind und Welle, da ist momentan leichte Brise bei 2 Bft aber 2,5m Welle bei 7sec - Perfekte Bedingungen für Seekrankheit und sonstige Ängste weit ab von jeglichen Kieselsteinen.
http://www.windfinder.com/wavereport/munkegrund