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velvel 16.09.2014 18:30

Motorhöhe / Trim
 
Hallo,

bei meinem neuen Jet Line Sea Cat 4.0 II Schlauchboot mit Yamaha 30DMHOS (Kurzschaft, 2T, 30 PS) Motor hatte ich schon bei der ersten Fahrt das Problem, dass ich eine Fontäne hinter mir herzog. Ich habe dann den Motor etwas hochgelegt (siehe Bilder) und das Spritzen wurde auch besser, aber die Höchstgeschwindigkeit lag dann immer noch bei ca. 43 km/h (zwei Personen an Bord). Habe ich da noch mehr zu erwarten?

Ich könnte den Motor noch eine weitere Stufe höher setzen (knapp unter einem cm), danach wäre Schluss aufgrund der Motordruckplatte. Oder muss ich evtl. anders trimmen? Der Motor ist im zweiten Loch, der Bug geht bei Vollgas und Last im Heck aber immer noch nicht hoch. Kann ich darüber noch etwas erreichen? Oder ist alles gut so - ansonsten fährt sich das Boot spitzenmäßig! :chapeau

Danke & Viele Grüße
Volker


https://dl.dropboxusercontent.com/u/...enbilder/1.jpg

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Ferdi 16.09.2014 18:40

noch einen cm rauf.

und was bitte ist so schwer dran, eine andere Trimstellung auszuprobieren ? Natürlich kommt der Bug weiter raus und wird das Boot im Normalfall schneller, je weiter man den Motor raustrimmed.

aber, kein Vorteil ohne Nachteil, und umgekehrt.

velvel 16.09.2014 18:56

Hallo,

gut, dann werde ich mal, sofern es noch geht, noch einen cm weiter raufgehen (dann wären das 2+1 cm). Dass das Boot schneller wird, je weiter ich heraustrimme, war mir noch nicht bekannt, klingt aber logisch (insbesondere bei dem Winkel des Spiegels), da das Boot dann ja auch weniger auf die Wasseroberfläche "gedrückt" wird. Dann werde ich auf jeden Fall zusätzlich ein Loch weiter heraustrimmen.

Kann es denn passieren dass durch weitere Trimmung die (dann nach vorne abfallende) Anti-Kavitationsplatte das Heck herunterzieht und somit wieder bremst?

Vielen Dank!

thomas292 16.09.2014 19:14

Wenn zu stark getrimmt hast fängt das Boot an zu wippen...wenn nicht schon vorher der Propeller anfängt Luft zu ziehen.

goeberl 16.09.2014 19:19

Made sieht man auf den Fotos schon, dass der Motor zu weit runter getrimmt ist. Antikaviplatte sollte in einer Linie zum Kiel sein.

Lg Martin

velvel 16.09.2014 19:23

Gut, dann werde ich bei der nächsten Fahrt mal mit dem Trim herumprobieren (+1/2 Loch). Bei einer Fahrt auf dem Ijsselmeer hatte ich hinter den Wellen auch ein bisschen das Gefühl, dass der Bug minimal heruntergedrückt wird. Wie gesagt, das Boot ist neu (mein erstes), von daher besteht noch viel Optimierungspotential und wenig Gefühl für die richtige "Lage auf dem Wasser" :mobo

Tommy 16.09.2014 19:27

Hallo Volker,

zuerst einmal sollte die Grundeinstellung stimmen. Als Testbasis sollte die Antikavitationsplatte auf einer Höhe mit der Unterkante des Spiegles liegen.
Weiter unten bedeutet einen unnötig großen Widerstand im Wasser und damit quasi eine "Bremse".

Dann kannst Du mit verschiedenen Trimmwinkeln rumprobieren und den für dein Boot/Beladung passenden Kompromiss suchen. Ein Kompromiss wird
es immer sein, denn zum Anfahren ist der Motor idealerweise ganz an den Spiegel rangetrimmt und zum Erzielen einer hohen Endgeschwindigkeit
möglichst weit hoch getrimmt. Der Grund ist, dass beim Anfahren der Bug unten bleiben soll, damit möglichst schnell Gleitfahrt erreicht wird. Wenn
einmal Gleitfahrt erreicht ist, soll die Fläche, die das Wasser berührt möglichst klein sein damit der Wasserwiderstand ebenfalls gering ist und die
Geschwindigkeit möglichst groß ist.

Bei Motoren mit hydraulischem Trimm verändert man einfach je nach Fahrzustand und Wellen den Anstellwinkel des Motors. Bei manuellem Trimm
musst Du den besten Kompromiss zwischen Bug unten beim Beschleunigen und zu erzielender Höchstgeschwindigkeit finden. Dabei solltest Du auch
mit der Gewichtsverteilung im Boot experimentieren.

Wenn der Übergang von Verdränger- zu Gleitfahrt nicht zügig gelingt, Gewicht (das eigene oder den Mitfahrer) nach vorne verlagern. Wenn das Boot
bei schneller Gleitfahrt (bei glattem Wasser) anfängt mit dem Bug auf- und abzuwippen, ist der Motor zu hoch getrimmt oder auch zu wenig Gewicht
im Bug. Viel Erfolg!

velvel 16.09.2014 19:37

Hallo Thomas,

das Problem ist, dass ich nicht so hoch komme, da ich bei einem Zentimeter weiterer Erhöhung schon am Anschlag bin (zumindest, solange ich nicht verbolzen kann - ich habe jetzt schon den Motor mit einem Zurrgurt gesichert, bald ist das Maximum erreicht). Ich werde es glaube ich einfach mal übertreiben mit dem Trim (+2 oder +3 Löcher) , damit ich auch mal die andere Seite der Medaille mitbekomme (Bugwippen), um das Optimum zu finden.

Dankeschön!

PS: Dein Rib kenne ich doch von Youtube, schickes Teil und schöne Routen!

Tommy 16.09.2014 19:54

Zitat:

Zitat von velvel (Beitrag 382335)
Hallo Thomas,

das Problem ist, dass ich nicht so hoch komme, da ich bei einem Zentimeter weiterer Erhöhung schon am Anschlag bin (zumindest, solange ich nicht verbolzen kann...

Hallo Volker,

der Spiegel sieht auf den Fotos irgendwie etwas niedrig aus. Wäre es denn nicht eine Alternative, den Motor schon jetzt zu verbolzen?
Du könntest die Bohrungen im Spiegel ja so setzen, dass die Antikavitationsplatte bündig mit der Spiegelunterkante ist und der Motor
sich noch eine Bohrung nach unten und zwei Bohrungen nach oben hängen läßt.

Die Bolzen von innen nach außen verschrauben. Dann brauchst Du nur die U-Scheiben und Muttern entfernen zum Umhängen und die
Bolzen bleiben (eingedichtet) im Spiegel...


Und danke wegen der Videos.

velvel 16.09.2014 20:02

Hallo Thomas,

das Boot wird immer zerlegt und im Kombi transportiert, von daher hatte ich das Verbolzen bisher noch ausgeschlossen. Aber evtl. würde ich das Ganze noch einmal mit Zurrgurt + einem weiteren cm Hochlegung + Trim probieren (ich wollte sowieso nochmal den Rhein bei euch austesten, Aachen ist ja leider flussbefreit), und wenn es dann keine Probleme (z.B. Luftziehen) gibt, würde ich verbolzen.
Das wäre dann mein unterster Punkt für die Höhe des Motors, da der Yamaha sich in 3 cm-Abständen (nach oben) verstellen ließe bei Verbolzung. Ich würde dann Hülsen mit Sikaflex in den Spiegel einlassen und bei jedem Mal Aufbauen kurz mit der Ratsche den Motor an den vier Punkten festschrauben, das sollte bei dem Aufbau-Aufwand auch nicht mehr viel ausmachen.

Viertakter 16.09.2014 20:07

Der Winkel, in dem der Motor zur Wasserlinie liegt, dürfte das Boot vorne ja schon gefühlt ins Wasser drücken. Ich denke 1-2 Trimmlöcher kannst Du durchaus vom Spiegel wegtrimmen, solang der Motor keine Luft zieht. Da er aber aktuell immer noch sichtbar zu tief hängt, ist das erstmal unwahrscheinlich.

Robert29566 16.09.2014 21:42

Hallo,

erhöhe halt den Spiegel ( Wasserfest verleimtes Sperrholz/ Lackiert von oben verschraubt ) und lass dir von einen Blechverarbeiter aus Edelstahlblech ein U- Biegen. Das kannst du von oben über den Spiegel Innen/ Aussen schrauben.
Dann kannste den Motor noch höher setzen. ggf. auch die klemmvorrichung höher setzen und anbohren.

Leg doch mal ein Latte unter dem Kiel durch.. dann weiß du wie weit du die Grundeinstellung des Bolzens vornehmen/ bzw. wie weit das du den Motor schon ankippen kannst.

Du mußt das mittelmaß finden... ist der Motor zu hoch... Saugt er Luft.

Gruß

Robert


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