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Warum haben Außenborder so wenig Leistung?
Hallo
Ich wollte mal fragen, warum Außenborder, gemessen an Ihren Hubraum so wenig Leistung haben. Wenn man sich das z.B. im Vergleich zu Motorrädern anschaut, fällt da schon auf, daß die vielleich gerade mal bei der Hälfte der Leistung liegen, bei den großen AB wird der Abstand dann weniger. Und da rede ich beim Motorrad noch nicht mal von irgendwelchen extrem hochgezüchteten Sportmotoren. Weiter fällt da ja auch noch auf, daß die Außenborder bei einer relativ niedrigen Maximal-Drehzahl betrieben werden. Da die Leistung ja im Prinzip Drehmoment mal Drehzahl ist, wäre es ja eigentlich ein Leichtes für die Hersteller hier die Leistung zu erhöhen. Daß die das nicht machen ist bestimmt nicht grundlos, nur erschließ sich dieser mir eben einfach nicht. Wenn mir da jemand einen Grund nennen könte wäre das prima. Gruß Ulf |
Zitat:
AB´s haben keine Gangschaltung (Über-/Untersetzung). :nixweiss Bei AB´s ist die Übertragung der Kraft per Propeller auf´s Wasser nun mal etwas anderes als Rad auf Straße. :knuddel |
Zitat:
auf Grund Shelms Erklärung>>legt man mehr Wert aufs Drehmoment. |
Zusätzlich zu Michaels Erklärung: Aussenborder laufen durchaus mal längere Zeit mit Vollgas. Die Motoren von Straßenfahrzeugen eher nicht (Mopeds mal ausgenommen). Und die spitze Leistungskurve eines Motorrades will man wirklich nicht am Bootsheck haben. Speziell nicht bei Wasserskischlepp.
Aber auch bei Motorrädern gibt es andere Wege. Harley, Moto Guzzi, Triumph mit den Bonnevilles, durchaus auch BMW Boxer, und andere legen ihre Motorradmotoren auf satten Durchzug bei Verzicht auf Höchstleistung aus. Mit ein Grund, warum ich in 3 Wochen eine Guzzi habe...... Ach ja, den Rekord in einem MOTORRAD- Dauertest in Sachen Problemlosigkeit hält eine Harley. |
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Ich bin ja jetzt alles andere als ein Experte auf diesem Gebiet. :zwinkern - Meine Stärken liegen halt woanders :futschlac
Aber mit GMV löse ich so manche "Probleme". Zu deinem Problem hätte ich als Laie jetzt gedacht, das liegt halt daran, dass man nen Aussenborder nicht hochschalten kann (will man(n) das überhaupt?) Oder andersherum. - Fahr doch mal mit deinem Moped im ersten Gang 100. Ich denke, dann hat sich dein Problem auch gelöst. Für mich als Laie ist es immer wieder faszinierend wie so ein kleiner Aussenborder und v.a. so ein kleines Schräubchen, solche Massen durchs Wasser bewegen kann und v.a. mit welcher Geschwindigkeit. Und dann hängen da zT ja auch noch Skifahrer etc. hintendran. |
Auffallend zur geringen Literleistung von ABern ist natürlich auch die im Vergleich geringe Verdichtung und die Auslegung auf nur 90 ROZ Oktanzahl......
Wohl für schlechte Spritqualität in anderen Gegenden dieser Welt. Da wäre speziell für Europa einiges Potential für Leistung und Verbrauch :zwinkern GadwS Sergio |
Hallo!
Der Hauptfaktor an der Geschichte ist die Physik. In diesem Fall der Untergrund auf den die Antriebskraft übertragen wird. Beim Moped ist es der feste Untergrund, die Strasse halt. Anders sieht es beim Boot aus. Die Kraft wird auf ein flüssiges Medium das Wasser übertragen. Damit beginnt das Problem, das da heist Kavitation. Die Bauform des Props bestimmt die Beschleunigung und Geschwindigkeit des Bootes. Wird die max Drehzahl des Props überschritten beginnt er zu kavitieren. Der Vortrieb ist am Ende, der Prop wird durch die Dampfblasenbildung beschädigt oder sogar zerstört. Ein Mehrganggetriebe an einen Bootsmotor würde nur die Drehzahl des Props erhöhen mit dem Erfolg siehe oben. |
Da hast du zwar zweifelsohne absolut recht,
aber: Die Prop-Drehzahl ist ja nicht gleich der Motordrehzahl, deswegen gibt es ja eine Untersetzung im Unterwasserteil. Und da ja Stärkere Motoren nicht auch eine höhere Propellerdrehzahl haben ( wie du richtig festgestellt hast ) gibt es ja unterschiedliche Steigungen und Durchmesser, also die "Gesamtübersetzung". Man könnte also einen hochdrehenden Sportmotor mit einenr kürzeren Übebsetzung hoch drehen lassen, und hätte eine hohe Leistung. Allerdings hat das einen Haken! Ein Bootsmotor hat keine Gangschaltung und der Sportmotor eine relative Drehmomentschwäche im unteren Drehzahlbereich..... Da könnte es sein, das die Kraft die unten rum zur Verfügung steht, nicht reicht um den Kahn überhaupt zum Gleiten zu bringen :cognemur (Versuch doch mal in einem Ferrari im 6. Gang anzufahren :D:D:D ) |
Zitat:
eine feste Größe. Durch die Änderung der Übersetzung im Antriebs- Strang (Getriebe und Prop) änderst du nur Beschleunigung und Geschwindigkeit; aber niemals die Leistung.Bei einer kurtzen Übersetzung beschleunigt das Fahrzeug schneller, verliert aber an Topspeed. Der Motor dreht schneller hoch, und es besteht die Gefahr des überdrehen, mit den möglichen Folgeschäden. Bei einer langen Übersetzung ist das umgekehrt. Bei einer zu langen Übersetzung kann es sein, das der Motor nicht seine max Drehzahl und somit die max Leistung erreicht. |
Zitat:
Da die Leistung ja im Prinzip das Produkt aus Drehmoment und Drehzahl ist, kann ich Dir da jetzt nicht ganz folgen. Wenn man jetzt das Drehmoment einigermaßen konstant hält und dabei die Drehzahl weiter erhöht, müßte doch die abgegeben Leistung steigen. Das sollte sich ja dann wiederum durch eine andere Getriebeübersetzung auf eine passende Schraubendrehzahl anpassen lassen. Gruß Ulf |
"Wobei ja seit 1984 die Motoren- und Getriebeentwicklung von Porsche kommt"
Wolfgang, weeeesentlich länger. Schon in den 70ern hat Weissach einen kompletten Vierzylinder, den "Nova" für Harley entwickelt. Und viele Teile der heutigen kommen von Mahle, Getrag, und so weiter. |
Ich glaube, jetzt haben wir aneinader vorbeigeredet.
Ich sprach von der Literleistung und nur von dem Fall, man würde einen hochdrehenden Motorradmotor als Kraftkopf anstelle des normalen Bootsmotors verwenden. Der Motorradmotor ist auf viel höhere Drehzahlen ausgelegt, bringt natürlich aufgrund der hohen Drehzahl dann auch viel Leistung (Leistung ist ja Kraft mal Geschwindigkeit-hier Derhzahl) , wesentlich mehr Drehmoment bringt er aber bei gleichem Hubraum nicht, der Drehmomentgipfel ist hngegen eher spitz und das maximum auch bei höheren Drehzahlen zu finden. Hohe Drehzahlen an der Kurbelwelle können solche Motoren ohne weiteres bis in den 5-Stelligen bereich auch länger ab. An der Prop-Welle würde sich durch die kürzere Übersetzung an der Maximaldrehzahl nichts ändern. Ich denke nur, hochgezüchtete Motoren sind im Bootsgebrauch zu empfindlich, unnötig kompliziert und zu teuer in der Herstellung. Da ist mehr Hubraum leichter und billiger, wahrscheinlich auch zuverlässiger. Es ist einfach sch...e wenn man draußen auf dem offenen Meer mit Motorproblemen liegen bleibt. |
Ulf,
das ist zwar richtig, aber eine Drehmomentregelung ist im Augenblick nur bei aufgeladenen Motoren zu finden. Da wird ein technisch mögliches sehr hohes Drehmoment auf ein geringeres, immer noch hohes Plateau, welches sehr breitbandig ist, heruntergeregelt. Beispiel: heutige Automobilmotoren (aufgeladene Direkteinspritzer Benzin und Diesel). Ein Aussenborder, welcher in Etwa diese Charakteristik hat, ist der Evinrude E-TEC Zweitakt-Direkteinspritzer. Wahrscheinlich auch Mercury OptiMax (Zweitakt-DI) und Mercury Verado (4-Takt Saugrohreinspritzer aufgeladen). Nachtrag: ah, da hat sich Sergio mit mir überschnitten. Nachtrag 2: es gibt natürlich eine Gangschaltung für Boots- und Schiffsmotoren. Sie nennt sich Verstellpropeller. |
Ist aber bei Aussenbordern nicht im Angebot, oder? (Verstellpropeller :zwinkern )
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