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Holzkiel eine Alternative? Grad/Bombard
Hallo zusammen,
wie schon an anderer Stelle geschrieben besitzen wir (2 Erwachsene und 2 Kinder -> ges. ca. 250 kg ) ein Talamex HLX 400 (4x2m) mit Luftkiel und Aluboden. Angetrieben wird das ganze von einem 20 PS 4-Takter. Der Transport in den Urlaub erfolgt zerlegt im Kofferraum des Autos da wir einen Wohnwagen ziehen. Den Rest des Jahres liegt das Boot auf einem Anhänger und wird mittels Handslipwagen geslipt. Uns stören die "harten" Schläge bei kurzen Wellen z.B. in der Adria. Daher kam die Überlegung auf ein Rib anzuschaffen und dieses auf dem Dach des Autos (kann 150 KG) zu transportieren. Die Erfahrung anderer Forumsteilnehmer machen mir allerdings etwas Angst die ca. 120 KG Rib auf das Dach zu bekommen. Bei meiner Suche nach Alternativen bin ich auf zerlegbare Boote mit Holzkiel gestoßen wie z.B. das Bombard C4 oder das Grand Ranger R420. Diese sind zwar nicht wirklich leichter aber halt in Einzelteilen zu bewegen und zu verladen (Kofferraum). Sind die Fahreigenschaften diese Boote besser als von Booten mit Luftkiel was das Eintauchen in die Wellen angeht? Wäre das eine Alternative? Wenn ja, fänd ich das Grand von den Innenraummaßen interessanter wie das C4. Hat jemand erfahrungen mit diesem Boot? Da der Motor (Kurzschaft) bleiben möglicht soll wäre eine weitere Frage ob solch ein Boot mit 4 Personen damit ins gleiten kommt und die Kinder damit Tube (machen sie jetzt auch mit ca. 27km/H) fahren können? Für Erfahrungen und Anregungen bin ich euch jetzt schonmal sehr dankbar. Gruß Michael |
Guten Morgen
Ja die Boote sind definitiv besser als vergleichbare Boote ohne Holzkiel aber eben etwas aufwändiger aufzubauen. LG Andi |
Zitat:
Naja :coffe im Grunde ist der Holzkiel nichts anderes wie ein Luftkiel. Der Holzkiel oder Luftkiel hat die Aufgabe ein V deinem Boden zu bilden. Voraussetzung dafür ist natürlich bei einem Luftkiel das er richtig prall aufgepumpt ist und die Schläuche vom Boot auch den richtigen Druck haben. Der Holzkiel ist fest und braucht nur den richtigen Druck in den Schlauchen. Der Nachteil bei Luftkielen ist das er sich mit der Zeit gerne durch scheuert. Kleine Steinchen rutschen eventuell zwischen Boden und Luftkiel und können Beschädigungen verursachen. Ich hatte damals sehr lange ein Zodiac mit Luftkiel den ich sehr oft flicken mußte. Es war allerdings mit Sitzen u.s.w. komplett aufgebaut und stand auf dem Trailer. Der Holzkiel hat diese Probleme nicht aber man hat im Netz von Brüchen gelesen. Beim Holzkiel ist auch bedingt durch die breite des Holz eine schärfere Kielkante. Aber ob es so viel ausmacht ? Den besten zerlegbaren Boden hat damals die Fa. Wiking bebaut. Den V Plattenboden. Der besteht aus Platten die fest als V in den Boden gespannt wurden. Danach kommt das Rib mit dem Polyester Rumpf oder aus Alu. Auf der Adria wirst du mit kleinen Booten immer Probleme mit dem Schlagen haben. Wir waren damals mit unserem Wiking Seetörn FR 410 an der Adria und bei Welle hat es schon sehr geschlagen. Um Längen besser wird es erst bei größeren Booten. Von dem Wiking auf unseren jetzigen Zar sind Wellten :zwinkern |
Zitat:
- Das Aufbauen und Zerlegen dauert etwas länger als mit Luftkiel, das Boot lässt sich aber gut verstauen. - Bei den Rauhwassereigenschaften liegt eine habe Welt zwischen Luftkiel und Holzkiel bei Booten gleicher Größe (da bin ich andere Meinung als mein Vorschreiber). Genau wie dann nochmal eine ganze Welt zwischen Holzkiel und RiB liegt. - Einen gebrochenen Holzkiel hatte ich nie, letztlich ist aber das Wechseln der Holzkiele im Gegensatz zum Luftkiel nicht weiter schwer. Man kann die Teile sogar relativ einfach nachbauen aus Multiplexplatte. Wichtig ist beim Holzkiel, genau wie beim Luftkiel, dass man regelmäßig den Sand und ähnliches aus dem Rumpf entfernt damit nichts scheuert. C4 und C5 werden und wurden auch professionell eingesetzt. Durch den kleine Schlauchdurchmesser und die martialische Optik haben die natürlich sowas von "Einsatzbootfeeling". Ich würde es heute nur nicht mehr in rot nehmen.:zwinkern:zwinkern Leider habe ich die meisten Videos gelöscht. Aber 2 habe ich noch: https://youtu.be/dFtJmbr_6ok https://youtu.be/DHkxOzTWJWg |
Zitat:
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Richtig, durch den Holzkiel wird der ganze Boden steifer.
Ausserdem sollte man auf die Bootsform achten, das C4 hat einen sehr ausgeprägten Bug, das macht auch sehr viel ais. |
Hallo!
Der Holzkiel ist viel besser. Er ist sehr steif und das Boot liegt auch bei Wellengang kursstabieler im Wasser. Ich hatte ein Honwave T40 auf Einen Holzkiel umgebaut und konnte die Unterschiede klar erkennen. Er wurde aus 20mm wasserfest verleimten Sperrholz hergestellt und in der Bootshaus wurde ein Schutzstreifen eingeklebt. Oben mit den Aluboden verschraubt sind die Rauhwassereigenschaften deutlich besser! Es fehlt nur das tiefe V! VG Frank |
Hier ist eine kl. Hilfestellung aus 2012
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Zitat:
LG Andi |
Ich habe mal hier oder im Orangen die Vor und Nachteile aus meiner Sicht beschrieben. Vom Handy her geht leider meine Such Funktion nicht.
Kurz zusammengefasst war ich mit dem Luftkiel Aluboden am wenigsten zufrieden. Das mit dem Rib 320 er Lodestar auf dem Dach würde nie mehr machen. War ein Murks auch wenn das Boot sicherlich das beste war. So bleiben bei meinen Booten noch das Bombard B3 mit Holzkiel und das Lodestar Trimax 3D-V mit Hochdruckboden. Und die beiden waren für mich beide Top. Das Trimax durch die Speedschläuche komfortabler auf dem Meer bei Wellen das B3 hat durch den Holzkiel das schärfere V und schneidet die Wellen besser. Ich würde heute wieder das Trimax 380 kaufen. Die Kufen kommen beim gleiten aus dem Wasser und dämpfen die Schläge vor dem Hochdruckboden ab. Dieser ist innen fast eben und sehr angenehm zum sitzen. Vorausgesetzt der Luftdruck stimmt den der muss 0.8 Bar sein und das ist anstrengend zu erreichen. Das Boot selber war leicht und schnell aufgebaut. Mein Favorit nach dem Rib. Das B3 war alt aber hat mich auch überzeugt von den Fahreigenschaften. Das aufbauen was mühsamer und halt dann der harte Boden. Machst sicher nichts fals. Gruss Oliver |
Ich bin im letzten Urlaub beides im direkten Vergleich gefahren. Mein Boot 380 mit Luftkiel und dann ein C4. Beide mit gleicher Beladung und ähnlicher Leistung. Beides im Kabbelwasser.
Ich sag mal so...meins mit Luftkiel hab ich jetzt 3 Jahre und gerade eben stehts bei Ebay...weil ich unbedingt ein C4 haben will. Der Vergleich war irre. Wo das C4 kaum Wellenschläge durchließ schlug unser Luftkiel dauernd auf. Kabbelwasser war im C4 kein problem und mit unserem Boot bereits schon unangenehm. |
Erstmal vielen Dank für die Antworten.
Ich denke ein Holzkiel wird wohl der beste Kompromis sein so lange wir nicht zum Urlaubsort trailern können. Dann werde ich mich mal mit dem Grand Ranger 420 und dem C4 auseinandersetzen. Zum C4 gibt es ja einiges zu lesen. Allerdings wäre mir die Größe des Grand Ranger 420 lieber. Gibt es jemaden der mit Grand erfahrungen hat? |
Florian, du schreibst oben das du unbedingt ein C4 haben willst da Du das testen konntest. Da machst sicher nichts falsch. Nun doch lieber ein Ranger 420. Ich würde da nicht reinschiessen. Denke auch es hat Gründe das soviele vom C4 begeistert sind. Ich kenne ja nur die alte B3 Version mit Holzkiel aber Bombard macht da schon was anders von der Verarbeitung her. Grand Sieht mir nach normalem zusammenlegbar Schlauchboot aus welches mit einem Holzkiel nachgerüstet werden kann. Aber vielleicht täuscht das auch.
Schau es gut an nicht das Du dann enttäuscht bist. |
nimm das c4 statt dem Grand.
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Moin,
meine persönliche Erfahrung ist folgende: Maxxon 4,20 mit 30 Ps mercury Lightning gekauft und 2 Jahre gefahren. Dann heiss geworden auf das Bombard C 4 und gegen aller gutgemeinten Ratschläge es zu lassen mir eins zum Geburtstag geschenkt. Erstens Festgestellt das die Schläuche ca 10 cm weniger Durchmesser haben, zweitens festgestellt das ein Schienensystem zwar klasse ist aber man die Sitzbänke jetzt am Boden befestigt und nicht mehr gefedert auf dem Schlauch. Das Boot lief etwas Spurstabiler als das Maxxon und sah besser aus. Ansonsten war das rausgeschmissenes Geld und ich kann nicht begreifen warum das Boot ewig wieder so hoch gelobt wird. Die werden gebraucht so teuer gehandelt das ein 10 Jahre altes c4 so teuer ist wie eine neue Chinapelle. 10 Jahr sind für ein PVC Boot aber schon locker die Hälfte der Lebenserwartung. Ewig sehe ich im Urlaub auf dem Campingplatz die Leute an Ihren alten Bombard oder zodiacs rumklebenen, meistens am Heck. Ich habe jedenfalls keine Welt an Unterschieden entdeckt. Der Umstieg auf ein Bombard Rib 4,7 war dann schon deutlich. Da gibt es eine Version auch in 4,2 Meter mit abnehmbaren Schläuchen. Das sehe ich im Urlaub öfter bei Wohnwagenbesitzern. Der Wechsel würde für mich Sinn machen, ein Wechsel unter zerlegbaren nicht. |
Hallo Honkey,
vielen Dank auch für deine Einschätzung. Nach allem was ich (mittkerweile) gelesen habe bin ich echt am überlegen ob sich der Wechsel zu den Kosten lohnt. Vielleicht habe ich ja irgendwann mal die Möglichkeit ein Boot mit Holzkiel probe zu fahren. Die Boot (wenn sie stattfindet) werden wir auf jeden Fall besuchen. Dort kann man sich ja bestimmt diverse Sachen anschauen und beraten lassen. Vielleicht wird es dann im nächsten Jahr ein neues Boot mit Holzkiel oder ich überlege wie ich ein Rib transportiert bekomme und spare noch etwas. |
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