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Wie macht ihr euer Boot fest?
Hallo zusammen,
ich hab jetzt meine zweite Saison als Schlauchbootfahrer vor mir und bin daher alles andere als erfahren. Daher würde ich mir von den "Profis" gerne ein paar Tipps zum Festmachen des Bootes holen. In meinem Fall/Campingplatz steht ein größerer Metallring am Steg und eine Heckboje zum Festmachen zur Verfügung. Wie wohl bei vielen mit AB bietet es sich doch wohl an mit dem Bug zum Steg anzulegen, richtig? Nur über die Art und Weise wie ich mein Typhoon festmache, ohne mich dabei selbst zu erhängen (Scherz) bin ich mir noch nicht so recht im Klaren. Bevor die üblichen Hinweise kommen: Ja, ich habe die Suchfunktion ausführlich benutzt... leider ohne zufrieden stellendes Ergebnis. Bin daher sehr gespannt und sehr dankbar für eure Tipps. |
Manche machens so
http://www.youtube.com/watch?v=2LkXOO5cpyE andere Schwören auf Karabiner, die werden aber immer Gestohlen. Noch Fragen???? |
Du nimmst ein längeres Seil und machst 2 Schlaufen im Abstand deiner beiden Klampen am Boot. Das Seil wird zur Boje geführt und wieder zurück an den Steg. Quasi als Endlosleine.
Wenn du von deiner Tour kommst belegst du beide Klampen mit den Schlaufen. Danach ziehst du dich mit dem anderen Teil der Leine an den Steg, steigst aus und ziehst das Boot wieder zur Boje. Danach wird die Leine fixiert. Zum einsteigen den Vorgang halt rumdrehen. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass du dein Boot sofort fixiert und im Fall von Seegang und Wind weit genug vom Steg weg hast. |
Danke für deine Antwort, Richard
Das Anbringen eines Knotens ist nicht mein Hauptproblem, vielmehr die sinnvolle/richtige/empfohlene Befestigung zwischen Boje und Ring (leichtes Ein- und Aussteigen, Abstand vom Steg, sturmsicher, etc.). |
kannst ja auch so ne Art Patanoster bauen
oder sowas ist auch recht Praktisch http://up.picr.de/14262300ec.jpg und die Leine solang das sie den Wellengang evtl Tiede ausgleicht. |
@Michael: Klampen in diesem Sinn hab ich keine, ich hab zwei Schleppösen am Spiegel. Die könnte ich beide belegen... und dann? Wie mach ich dann das Boot am Bug fest?
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Paternoster??? Sorry... k.A.
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Zitat:
Es müssen 2 möglichst weit voneinander entfernte Punkte am Boot sein, für die du eine passende "Verbindung" zur Endlosleine (zwischen Steg und Boje) herstellst. |
Dann aber mit einer extra Leine, richtig Michael? Denn wenn ich die Endlosleine an der Bugöse festmachen würde, könnte doch das Boot zwischen Steg und Boje "wandern", oder?
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Paternoster ist ein Enkel von Graf Joster und hat diesen Endlosaufzug erfunden :
http://de.wikipedia.org/wiki/Paternosteraufzug :tuer |
Zitat:
Du läßt das Boot an den Steg wandern, wenn du einsteigen möchtest. Du läßt das Boot an die Boje wandern, wenn du ausgestiegen bist. Und damit das Boot nicht von alleine wandert, wird die Leine, wenn das Boot an der Boje ist, fixiert. |
Hallo Stefan,
Du brauchst keine Extraleine. Du kannst die Endlosleine ja mit einem Knoten am Steg fixieren. Gruß Wolfgang |
O.K. so weit so gut. Ich führe also die Endlosleine durch den Ring und mache diese am Bug fest, damit das Boot "wandern" kann. Wie/womit fixiere ich dann diese Leine am Ring um ungewolltes Wandern zu verhindern?
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Dieter hat auch mal eine "hochtechnische" :ka5:D Zeichnung gemacht.
Schau mal hier,vielleicht hilft dir der Thread etwas. http://www.schlauchboot-forum.com/fo...ead.php?t=8737 |
Sorry, wie ich diese Endlosleine am Ring fixieren soll, nachdem ich sie vorher ja durch eben diesen Ring durchgeführt und am Bug festgemacht habe, hab ich immernoch nicht verstanden:nixweiss
Hat da vielleicht jemand ein Bild von? |
Gib mal bei Google "Mooring" ein.
Sollte in etwa so aussehen: http://up.picr.de/14264296al.jpg Ich lege immer wert drauf, dass der Bug zur offenen See zeigt und das Boot ein Stück weit vom Steg weg liegt, damit es "arbeiten" kann, wenn grosse Wellen in den Naurhafen rollen. Die Boje ist mit einem Tampen am Grund befestigt, an ihr hängt eine Rolle mit der man das Boot zum Steg verholen kann wenn man beladen will. Beide enden des Umlaufseils sind dabei mit Karabinern am Boot fest, eins vorn und eins hinten. Die Leine wird dann von Bug und Heck kommend zusammen geführt, so dass das Boot optimal liegt und am Steg vertäut. Der Rest Leine (liegt nun doppelt) wird aufgeschossen auf dem Steg gelagert. Wenn es nur Ringe am Steg gibt, fixiere ich diese "Doppelleine" ,mit einem grossen Palstek. Geht leicht wieder auf und hält sicher. |
Entweder knotest du dir in die Leine eine Schlaufe und legst diese über den Poller oder du legst dir mit dem Seil eine Bucht, dann damit einmal um den Poller. Nach der Umrundung unter dem Seil her und dann die Bucht zum dichtholen über den Poller legen.
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So, jetzt noch mal ganz langsam und bebildert. :zwinkern
Du siehst die beiden möglichen Stellungen des Bootes. oben zum einsteigen, unten wenn es geparkt wird. Wenn wir das Boot, oberer Bereich des Bildes, in Parkstellung bringen wollen, müssen wir an dem untern Teil der Leine ziehen. Dann wandert das Boot zur Boje. Wollen wir das Boot an den Steg ziehen, dann ziehen wir an dem Leinenteil, an dem das Boot befestigt ist. http://up.picr.de/14264472cq.jpg Und damit wir unser Boot bequem an der Leine festmachen können, knoten wir 2 Leinen an unsere Endlosleine oder machen 2 Palstek im Abstnd der Klampen in die Leine. Und fertig ist der ganze Zauber. |
Super Michael! Da hast du dir meinetwegen aber wirklich arbeit gemacht - vielen Dank dafür... . Soweit alles verstaden - nur wie mach ich die Leine am Ring fest??? Ich möchte ja verhindern, dass das Boot von alleine hin und her wandert. Poller gibts da keinen...
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Bei mir ist die Leine immer etwas länger, damit ich diese spannen kann. Und wenn diese gespannt ist, ist genug Leine übrig, um einen Knoten vor dem Ring zu machen. Dadurch ist diese dann fixiert.
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@misch: ich würde das Boot eher auf 2/3 des Weges an der Boje lassen. Wenn das Boot zu nah an der Boje ist, kann es die Boje rausreissen. 3m hab ich da immer!
Gerade so kurz, dass das Boot nicht schwojen kann. Die Boje sollte so viel Auftriebskraft haben, dass sie das Boot durch ihren Auftrieb auch über kleinere Wellen wieder nach vorne zieht. |
Hallo Stefan,
Hier noch einmal Schritt für Schritt: Nimm eine Lange Leine. Die Leine muss länger sein als der Abstand von der Boje zum Steg. Mache jeweils mit einem Palsteg zwei Schlaufen in die Leine. Der Abstand der Schlaufen entspricht dem Abstand zwischen deiner Bugöse und der der Hecköse. Befestige jeweils einen Karabinerhaken an jeder der beiden Schlaufen oder an den Ösen (am besten einen mit einer Schraubsicherung). Hilfreich, aber nicht unbedingt erforderlich, ist eine kleine Boje an mindestens einer der Schlaufen. Führe die Leine durch eine Öse an der Boje und durch den Ring am Steg. Verknote die Leine zu einem Endlosring. Wenn Du jetzt mit dem Boot vom Wasser zum Steg kommst, hakst Du einen Karabiner in die Bugöse und einen Karabiner in die Hecköse ein. Jetzt ziehst du an der anderen Seite der Leine (die Seite ohne die Schlaufen) und somit das Boot in Richtung Steg. Nach dem Aussteigen ziehst du wieder an der Leine auf der Seite ohne Schlaufen. Dadurch ziehst Du das Boot wieder in Richtung Boje. Zum Schluss wird die Endlosleine am Steg gesichert. |
Danke, Jürgen! Und um eben diese Sicherung der Endlosleine am Steg geht es mir. Wie kann ich das machen, denn außer dem Ring ist da weiter nichts vorhanden...
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Tja,Stefan
Wenn du noch nen Karabiner übrig hast.....:ka5:ka5:ka5 Mach noch ne Schlaufe in die endlosleine..........:D:D:D Nur leider werden Karabiner gerne,na sagen wir`s mal so,bei jemand Anderen weiterverwendet. :wein |
Zitat:
du hast recht. Das Bildchen sollte auch nur als Visualisierung dienen und nicht maßstabsgerecht umgesetzt werden. :futschlac Im übrigen solltest du eine Schwimmleine nehmen, die im Wasser gut sichtbar ist. So fährt dir keiner versehentlich drüber. Bei dem ganzen Gebändels das du auf dem Bild siehst, die orangene ist die besagte Leine. Man sieht auch recht gut, wie diese fixiert ist (Knoten vor dem Ring). http://up.picr.de/14266843nq.jpg |
Zitat:
In dem du die dann doppelte Leine einfach wie eine Leine durch den Ring zieht und fest knotest. Gruß Ulf |
@ Michael:
So ich das richtig sehe, ist die besagte Leine bei dir aber nicht an der Bugöse festgemacht. Da hast du doch eine zweite Leine (weiß) verwendet, richtig? Hat dann wohl auch den Vorteil, dass man mit 2 Leinen fest ist: - Endlosleine, die dann am Ring endet - damit kann man dann das Boot richtung Boje ziehen... - Bugleine ebenfalls am Ring - damit hole ich dann das Boot an den Steg zum Einsteigen... oder so..., richtig? |
Nun, ich hatte ja Eingangs geschrieben, dass die Endlosleine an den Klampen befestigt wird. Und so ist dies auch auf dem Bild zu sehen.
Das kl. Fädchen an der Bugöse wurde nur benutzt, um das Boot zum Einsteigen an den Steg zu ziehen. Zu der abgelichteten Situation: Der Knoten der orangenen Leine wurde gelöst, das Boot von der Boje an den Steg gezogen, aber nur so weit, dass der Bug auf keinen Fall den Steg berühren konnte. Dann wurde die Endlosleine gesichert, daher der Knoten. Das Boot wurde mit der kl. weißen Leine an den Steg gezogen, einer der Jungs stieg ein, die Leine wird wieder los gelassen. Das Boot entfernt sich wieder ein Stück vom Steg. Nach dem Beladen wird die weiße Leine wieder gezogen, damit der Rest der Besatzung einsteigen konnte. Weiße Leine ins Boot, die beiden Schlaufen von den Klampen und es kann los gehen. Die Endlosleine bleibt in der gesicherten Position am Steg. Bei Anlegen greift einer der Besatzung die im Wasser schwimmende orangene Leine und belegt beiden Klampen. Somit habe ich wieder den Abstand Bug zu Steg, den ich schon beim Einsteigen hatte. Einer steigt aus, zieht den Bug Richtung Steg und hält wieder die weiße Leine bis alles ausgeladen ist. Danach wird die weiße Leine ins Boot gelegt, der Knoten der oragenen Leine gelöst und das Boot für's Parken Richtung Boje gezogen und nach erreichen der Parkposition wieder verknotet. Die weiße Leine wird nicht am Steg fest gemacht. Anstatt der Klampen kannst du natürlich auch Bug- und Wasserskiösen nehmen. |
Morgen,
Ich fahr immer Richtung Steg, hau den Anker rein, oder mach an einer Boje fest wenns da ist. Lass dann die Heckleine laufen bis mein Kleiner rausspringen kann und vorne so festmacht, dass man bequem raus und reinkommt. Dann zieh ich an der Heckleine und fixier das ganze. Fertig. Wenns Wetter übel ist, lass ich vorn nen halben Meter mehr, dafuer die Heckleine so locker, dass ich das Boot nahe genug an den Steg ziehen kann um auszusteigen. Ich mach halt 3-4 ganz normale Knoten wie bei den Schuhbaendern. Mit Palstek und so war uns zuviel Stress. Das ganze sieht dann so aus wie die "Benny" oben am Bild. cu martin |
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Ich eigentlich schon...
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Hallo,
das Problem mit der Endlosleine ist nur, dass man die ja in der Regel während der Ausfahrt hängen lässt. Wenn man dann wiederkommt ist meistens dann der Platz besetzt. Darum mache ich es eigentlich auch immer wie Martin. Anker rein, Ankerleine abrollen bis der Bug so nah an der Mole oder am Steg ist, dass man austeigen und ausladen kann, dann Bug an Land festmachen und die Heckleine so spannen, dass auch bei Wellen der Bug nicht an der Mole oder dem Steg schaben kann. Dann zieh ich mit etwas Kraft das Boot mit der Bugleine so weit an Land, dass ich rausspringen kann. Wenn ich jetzt loslasse wandert das Boot einen knappen Meter vom Land weg und liegt optimal. Wenn ich wieder einsteigen will brauch ich bloß wieder mit Kraft das Boot an der Bugleine herziehen. Hat bisher immer gut geklappt! Gruß Wolfgang |
Zitat:
http://upload.wikimedia.org/wikipedi.../ae/Nevera.jpg Quelle: Wikipedia>>> http://de.wikipedia.org/wiki/Nevera Ich schlafe mit einer entsprechend langen Leine einfach besser und habe auch mehr Zeit, im Falle eines Falles zum Boot zu gelangen und es in einen geschützten Hafen zu verholen; das war schon mehr als einmal nötig. @Misch: Ich benutze überigens bewusst keinen Schwimmleinen, das in 5 wochen Urlaub garantiert irgendein Rindvieh drüberfährt, ausserdem blockiere ich so nicht den Weg zwischen Boje und Steg und mache es meinen Mitliegern etwas einfacher in den engen Reihen :zwinkern Ich lasse die Leine komplett im Wasser liegen, so dass die am Bojenseil direkt zum Grund und dann am Steg wieder hoch führt. Keiner kann drüber fahren und es ist immer Platz :chapeau Zum Thema Bojendiebe: Einfach das eigene Kennzeichen auf die Boje machen, das schreckt viele freche Gelegenheitsdiebe schon ab. Habe auch wenig Probleme damit, das Boot eines Bojendiebs in die Mitte der Bucht zu ziehen und da zu ankern. Vielleicht bringt ja ein kühles Bad den abhanden gekommenen Verstand zurück :zwinkern |
Also diese kl. Schlauchis direkt mit ganzen Segelbooten als Anker zu sichern, finde ich ein bischen überzogen :schlaum
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Zitat:
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N'abend,
Unsere töff töffs mit Seglern >30' zu vergleichen is aber verwegen :D Da spielt auch noch die Windanfaelligkeit eine viel grössere Rolle. Beim Rib oder auch dem kleinen Verdraenger nehm ich mir im Ernstfall ein Bier, mach nen Spaziergang zur Mole rueber und geb etwas mehr Festmacherleine damit das ganze arbeiten kann. cu martin |
Zitat:
Sollte es ein nächstes Mal geben, werde ich deine Anregung überdenken. :chapeau |
Hallo, natürlich würde ich ein solches Segelboot ganz anders sichern. Aber mein Cadet 340 .... Wenn das wie ichs beschrieben hab zu gefährlich wird, dann mach ich die Slipräder dran und ziehs raus.
Gruß Wolfgang |
Zitat:
An dieser Stelle möchte ich aber unbedingt allen Schreibern/Tippgebern/Profis/Helfern für die lebhafte Diskussion danken!!!:knuddel:bussy:chapeau:biere:hail Ihr habt mir wirklich sehr geholfen, damit ich etwas planvoller an das Thema "Festmachen" herangehen kann, was euch aber nicht von weiteren Tipps abhalten soll!!! Ich lese die gerne alle... |
Kann mich dem Dank an alle Beteiligten nur anschließen, jetzt hab´s sogar ich kapiert (und in in der Skizze stolz dokumentiert...). Irgendwann muss man sich die Gedanken ja mal machen oder?
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