Schlauchboot-Forum

Schlauchboot-Forum (http://www.schlauchboot-forum.com/forum/index.php)
-   Festrumpfschlauchboote Rib´s (http://www.schlauchboot-forum.com/forum/forumdisplay.php?f=13)
-   -   Zar 43 - 53 Unterschied (http://www.schlauchboot-forum.com/forum/showthread.php?t=30134)

manerba 27.09.2015 11:25

Also ich hab mich ja wirklich lang mit dem Thema rumgeschlagen, da ich den Bodensee als Revier nicht gerne verliere mit dem neuen Boot.
Nach Überlegungen mit 90-100 PS auf einem ZAR 53 nach den besagten 100 PS auf dem 47er kam ich sehr schnell auf den Entschluss, mich lieber vom Bodensee zu verabschieden und meinem ursprünglichen Ziel mindestens auf 57 zu kommen treu zu bleiben mit > 100.
Natürlich gibts Leute die am See wohnen und mit der Reduzierung gut klar kommen, wie Rüdiger beschreibt. Aber da darfste dann wirklich nicht den Fehler machen und mit einem Boot mit optimaler Motorisierung fahren...
In dem Fall wäre die Kombi mit dem kürzeren Boot eher mein Favorit.

Musst halt abwägen wo Dein Schwerpunkt liegt.. Hautpsächlich Bodensee, oder nur einmal im Jahr...

SpassCaptain 27.09.2015 11:31

Zitat:

Zitat von manerba (Beitrag 401617)
Also ich hab mich ja wirklich lang mit dem Thema rumgeschlagen, da ich den Bodensee als Revier nicht gerne verliere mit dem neuen Boot.

Bin ich also nicht der einzige, dem deshalb der Kopf raucht. :scratch:

Zitat:

Zitat von manerba (Beitrag 401617)
Musst halt abwägen wo Dein Schwerpunkt liegt.. Hautpsächlich Bodensee, oder nur einmal im Jahr...

Wenn ich das jetzt schon wüßte ... :scratch:

quastenfloesser 27.09.2015 12:02

Ich muss das jetzt mal von einer anderen Seite beleuchten.

Was macht eigentlich den Spassfaktor beim Bootfahren aus?
Ist es:

- Liegefläche Tisch und Kühlbox, rumchillen und planschen in der Bucht
- Vmax auf Spiegelglattem Wasser
- Max Beschleunigungsvermögen
- Gute Rauhwassertauglichkeit

Die Eierlegendewollmilchsau wird es da wohl nicht geben. Zumindest nicht in der Klasse bis 6m.
Also muss da der beste Kompromiss gefunden oder geschaffen werden.

Eigene Erfahrung:
Arbeitsboot gekauft mit 100Ps. Weil wir wollen ja mal auf den Bodensee!
Dann so viel über Liegeplatz/Slip/probleme gelesen, dass mir mal spontan die Lust darauf vergangen ist.

Dann das Boot so umgebaut, dass es gut läuft.
Jetzt habe ich einen für meine Verhältnisse guten Kompromiss aus allem gefunden.
Bei glattem Wasser bin ich der Langsamste. :lachen
Wird es ruppiger kann ich halbwegs Gas stehen lassen. :D
Und wenn es, für meine Verhältnisse kachelt, geht auch noch was um zumindest nach Hause zu kommen. :naughty
Da ist eher der Mensch die Grenze als das Boot.
Chillen geht auch mal. Kühlbox war auch schon dabei.

Ansonsten war ich bis jetzt auf vielen Treffen dabei.
Konnte viele Reviere kennen lernen und befahren.
Hatte viel Spass mit dem Boot.
Vmax ist da nicht ausschlaggebend für mich, sondern eher Platzangebot und Vielseitigkeit.

schlauchi20 27.09.2015 13:11

ich weiß ja nicht, wie schnell ein Zar 53 wird mit 100 PS.
mein Selva als 560er lief mit den 100 PS gute 60 bei jeder Beladung. Bei normaler Ladung so 67 und fast leer auch an die 70.
Wenn man jetzt sagt, das 560er etspricht einem 47er Zar (eben der übliche meter Unterschied), dann ist die Frage, ob denn ein 53er Zar, was nicht mal mehr einen Meter länger ist, die angestrebten 57 nicht auch erreicht?

Wer hat denn ein 57er Zar mit was für einem Motor und welchem V-Max?
Eventuell kann man dann erahnen, ob der Dampfer noch an die 60 kommt oder nicht, zumindest wenn nicht alles vollgeladen ist.

Aus meiner Erfahrung:
Die V-Max nutzt man eh selten. Mal zum Spass, aber eben nicht als Reisegeschwindigkeit. Und wenn man mit guter Beschleunigung (passender Prop) immer noch auf eine Reisegeschwindigkeit kommen kann, die so um die 50 liegt, dann sollte doch alles OK sein.
Trotz aktueller Vmax > 65 fahren wir eigentlich normalerweise im Bereich 35 bis 45. Aber mit einem Boot, was auch noch was kann, wenn Wellen im Anmarsch sind.
Und wir haben Platz, alles gewünschte Geraffel dabei zu haben.
Ich würde mich mehr ärgern, wenn nicht alles mitkann was mit soll (Kroatien Übernachtungstour), als wenn mir 5 km/h im Vmax fehlen.


Gruß Rüdiger

Pepper 27.09.2015 13:18

Das Thema interessiert mich auch gerade.
Mit meinem 25er am Schlauchboot bin ich auch bei glattem Wasser nie länger Vollgas gefahren. Einfach weil es unangenehm wenn der Motor voll auf Drehzahl ist und dabei natürlich säuft.
Daher die Frage: Wenn mann eh die meiste Zeit "wirtschaftlich" mit 40kmh unterwegs ist, reicht es dann nicht wenn das Boot max 60 läuft? Ich gehe jetzt vom 5-6m Rib aus, da fährt doch keiner auf Dauer mit 60 oder 70 kmh, oder?

quastenfloesser 27.09.2015 13:38

Das kommt doch immer auf die Verhältnisse und die Mitfahrer (falls vorhanden) an.
Mir geht es bei WOT mit 60km/h nicht anders als Dir. Mal ganz schön, auf Dauer tut mir das Gebrüll weh.

Also ich fahre persönlich eine Drehzahl um 4000U/min, zu Berg etwas mehr, um 40km/h als Reisetempo zu fahren.

Das ist aber halt abhängig vom Boot und der Länge. Länge läuft und liegt bei Welle ruhiger somit angenehmer.
Und da macht es der eine Meter zwischen 5,5m und 6,4m laut Aussage eines guten Freundes schon aus.
Der war auf dem Rhein bei mir und dann mal bei Brandos an Bord.
Seine Aussage, das liegt viel Ruhiger.
Somit kann man da auch mal gute 60 als Reisetempo laufen lassen..... Denke ich mal, denn Jörg muss ja immer auf mich warten. :futschlac

manerba 27.09.2015 15:57

Ich glaub, da sollte wirklich jeder vorher testen was das Zeug hält, bevor man sich blind auf was einlässt. Meine Erfahrungen beruhen nur auf ein Fabrikat, und da man kann sicher nicht alles untereindander vergleichen was das Fahrverhalten bei entsprechender Länge / Motor angeht. Topspeed ist nicht alles, aber für mich wäre das schlimmste nicht aus dem Quark zu kommen, bzw. immer Vollgas fahren zu müssen, wenn man mit anderen unterwegs ist.
Wir waren dieses Jahr mit dem 47er mit 4 Erwachsenen und 2 Kindern unterwegs- Da hätt ich mir bei bewegter See in manchen Situationen doch tatsächlich noch ein paar Pferdchen mehr gewünscht.
Ich persönlich lege beim Fahren immer so zwischen 35- 40 km/h an. Mehr fahre ich auch selten. Aber auch da wird man die Vorzüge eines optimal abgestimmten Motors zu schätzen wissen, der über ausreichend Reserven hat.
Wie gesagt, es geht nicht darum dass jeder Seine Position verteidigt. Ich kenne das Thema bei kraftfressenden tiefen Rümpfen nur zu gut und beim ZAR 53 werden die 100 PS sicher passen. Die 140 passen halt optimal, insbesondere wenn Du erwägst, Deine Urlaube am Mittelmeer zu verbringen.

Ich kenn jemanden am Bodensee, der ein ZAR 57 mit nem 90er Honda dran hat. Klar geht das. Hat sogar schon Wasserski gefahren. Aber Hebel immer am Tisch bei 25 Liter die Stunde. Und es läuft so um die 50 km/h. Aber er sagt natürlich auch, dass der 150er besser passen würde und ohne die Limitierung am Bodensee würde er nicht überlegen brauchen...

Ich kenn aber auch Leute mit knapp 6 Meter Booten und 100 PS, bei denen das Konzept voll aufgeht. Z.b. der Andi mit seinem Falcon.

Also Hau rein und teste was das Zeug hält bevor Du Dich entscheidest..

Viel Glück bei der richtigen Auswahl..

Oliver74 27.09.2015 17:08

Hi

Zitat:

Zitat von SpassCaptain (Beitrag 401608)
Also ganz konkretes Beispiel: Ein Ribcraft 5.3 darf 100 PS, ein 5.85 150 PS. Würdet ihr jetzt bei einem Limit von 100 PS lieber das 5.3 oder das 5.85 nehmen?

Ich würde das 585 nehmen. Der halbe Meter mehr nützt einem im Kabbelwasser immer, die 50 Zusatzpferde nur bei seltenen Glattwasser Highspeed Fahrten.
Vorausgesetzt das längere Boot ist mit 100PS noch sinnig motorisiert, was ich bei einem Ribcraft 585 bejahen würde:

"....However, the Yamaha 100hp 4-stroke and the Mariner 90hp 4-stroke engines in fact, continue to be this model’s most popular engine installation.
Either of these engines will give the boat an average speed of 37 knots with a payload of 4 persons and 20 gallons of fuel...."

http://www.powerboatandrib.com/index...7-ribcraft-585

glasi2000 27.09.2015 18:36

Weil der kleinere Motor genauso viel Verbraucht wie der größere weil der Kl viel höher dreht und man hat keine Reserven mehr...
Ich hatte in Norwegen eine Durchschnitt Geschwindigkeit von 60km/h....

brando 27.09.2015 20:04

Zitat:

Zitat von quastenfloesser (Beitrag 401624)
Somit kann man da auch mal gute 60 als Reisetempo laufen lassen..... Denke ich mal, denn Jörg muss ja immer auf mich warten. :futschlac

mach ich doch sehr gerne:knuddel, da hab ich dann mal zeit um kreise zu fahren :cool1

Prinzipiell würde ich Rauwassereigenschaften dem Speed vorziehen, auch wenns weh tuten würde. Aber das ist so sicher wie das Amen in de Kirche! Also auf jeden Fall Länge vor Leistung! Soweit die Theorie.

Beim 585er Ribcraft wirds aber mit 100 PS eng, das Gewicht und der tiefe Rumpf fressen Leistung und Olli:wein hat mal von Wellen berichtet, in denen der 150er Yammi alles geben musste um drüber zu kommen.
Schwierige Entscheidung ! Vor allen Dingen muss der Motor permanent viel arbeiten, das haben wir an Fabis Roughneck 6,30 mit dem 90er Suzi gesehen, der dann auch die Bodensee-Zulassung am Ende in den Wind geschickt und aufgerüstet hat.

Ferdi 27.09.2015 20:32

wenn ich auf der Donau alleine, also ohne "langsamere Begleitboote" fahr, dann fahr ich praktisch nie unter 60. Mein normales Reisetempo liegt dann immer so zw. 65 und 70. Das überrascht mich selbst oft, wenn ich aufs GPS schau.
Aber, das hängt alles schon sehr vom Boot und der Motorisierung ab.
Mein Motor hat den "sweet spot", wo er sich am wohlsten fühlt und auch den geringsten Streckenverbauch hat, zw. 4000-4500 Umdrehungen.
Und je nach Motorisierung sind das dann halt einmal 35-40 und ein anderes Mal eben 65-75 km/h. Aber, das Boot muss so ein Tempo natürlich auch abkönnen.

Als ich voriges Jahr die Donautour von Krems nach Schlögen und retour gefahren bin, mit Berny und Scherlock, hab ich naturgemäß mein Reisetempoauf deren Tempo nach unten gangepasst, also auf ca. 40-50 km/h, und siehe da, plötzlich hat sich mein Motor 0,8 l/km statt der üblichen 0,65-0,7 l/km genommen.

Wolfgang 27.09.2015 21:41

Ferdi es wird Zeit das du mal unsere Nordsee mit uns besuchst.

Neben dem sweet spot muss es auch einen salty spot geben :wow:


Mach mal.......

Ferdi 27.09.2015 23:05

Zitat:

Zitat von Wolfgang (Beitrag 401648)
Ferdi es wird Zeit das du mal unsere Nordsee mit uns besuchst.

Neben dem sweet spot muss es auch einen salty spot geben :wow:


Mach mal.......

Wolfgang,
wegen euch würd ich gern hochkommen :bussy :biere .
Aber nur wegen Salzwasser fahr ich keine 1000 km und wieder retour.
Da fahr ich lieber 50 km zum Süsswasser und hab auch meinen Spaß :D.

berny 28.09.2015 09:04

Rüdiger, das Selva, sofern es noch ein blaues ist, hat schon ein besseres Gesammtlänge/Rumpflänge Verhaltnis.... Der "übliche Meter" stimmt also nicht.

Vergleiche die Innenlängen und Gewichte!
Gesammtlänge ist nicht alles, obwohl das immer wieder manche felsenfest behaupten.

Wolfgang 28.09.2015 09:38

Zitat:

Gesammtlänge ist nicht alles, obwohl das immer wieder manche felsenfest behaupten.
:chapeau

Man liest zum Bleistift sehr wenig über den Einfluss der reinen Rumpfform. Über deren Unterschiede und Besonderheiten oder über Anordnung und Zweck der verbauten Stringer wenn diese nach "außen" hin wirkend mit einlaminiert werden.

Robert29566 28.09.2015 12:47

Zitat:

Zitat von Wolfgang (Beitrag 401660)
:chapeau

Man liest zum Bleistift sehr wenig über den Einfluss der reinen Rumpfform. Über deren Unterschiede und Besonderheiten oder über Anordnung und Zweck der verbauten Stringer wenn diese nach "außen" hin wirkend mit einlaminiert werden.

Servus Wolfgang,

du sprichst mir aus der Seele.... Die Kiellänge ist wichtig... genauso haben die Rumpf Formen, Aufkiellung, , Bug, Stringer, Rumpf schlank oder Bauchig... und Schwerpunkt einen sehr Maßgebenden Einfluss auf das Fahrverhalten.

Was nutzt ein scharfer Bug wenn er in der Luft ist....:D und die Wellen unters Boot laufen...

Gruß

Robert

JimRakete 28.09.2015 17:09

So nicht ganz richtig, Robert, das mit der Kiellänge (ich hab gar 2 Kiele, addieren die sich? ��).
An meinem Boot sind die Konen erheblich länger als der Rumpf, was bei Marschfahrt bzw. mässiger Gleitfahrt den Effekt federnder Trimmklappen hergibt, also die Wirklänge des reinen GFK Rumpfes verlängert.
Bei Full Power sind dann noch ca 25cm links und rechts vom GFK mit dem Wasser in Berührung, und der Antrieb, trotz 6m Boot.
Das kommt m.E. doch stark auf die Konstruktion an, eine Probefahrt bringt Klarheit.
Oder wer würde denken, dass ein Katamaranrumpf im Rauwasser phänomenale Eigenschaften haben kann?
Und einen steil aufgekimmten Bug lernt man m.E. zu Schätzen, wenns plötzlich richtig dick kommt (hohe Welle hebt den Bug kaum).


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:45 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
Copyright © - 2012 - www.schlauchboot-forum.com