Schlauchboot-Forum

Schlauchboot-Forum (http://www.schlauchboot-forum.com/forum/index.php)
-   Aussenbordmotoren (http://www.schlauchboot-forum.com/forum/forumdisplay.php?f=47)
-   -   Warum haben Außenborder so wenig Leistung? (http://www.schlauchboot-forum.com/forum/showthread.php?t=25036)

ulf_l 21.02.2013 13:07

Zitat:

Zitat von sergio39 (Beitrag 324006)
[...]
An der Prop-Welle würde sich durch die kürzere Übersetzung an der Maximaldrehzahl nichts ändern.
[...].

Hallo

Die kürzere Übersetzung würde aber ein höheres Drehmonemt an die Welle bringen.

Aber ich denke der Groschen ist bei mir schon gefallen. Die Leistung der Motoren stellt vermutlich die günstigste Mischung aus Haltbarkeit, Preis, Vertragen von schlechtem Spritt , Vollgasfestigkeit und dennoch gutem Drehmomentverlauf dar.

Danke euch.

Gruß Ulf

sergio39 21.02.2013 13:08

Ich hab mich schon oft gefragt, warum kein Hersteller mal einen modernen Rollerantrieb mit Variomatic als Aussenborder addaptiert....:nixweiss
Ich dachte da an so was wie den Yamaha T-Max oder nen Burgman...
Wohl doch zu teuer und zu schwer?

GadwS
Sergio

Ferdi 21.02.2013 13:57

Zitat:

Zitat von sergio39 (Beitrag 324012)
Ich hab mich schon oft gefragt, warum kein Hersteller mal einen modernen Rollerantrieb mit Variomatic als Aussenborder addaptiert....:nixweiss
Ich dachte da an so was wie den Yamaha T-Max oder nen Burgman...
Wohl doch zu teuer und zu schwer?

GadwS
Sergio

Honda 2,3 :17 :D

fossil 21.02.2013 14:07

Nee, wird schwierig. Du brauchst eine hohle Propellerwelle, durch die der Verstellmechanismus läuft. Daher wäre das Getriebegehäuse-Durchmesser erheblich, umso mehr, als dass der Auspuff hier noch herumläuft. Tja, wenn wir offene Megaphone nach aussen hätten: http://www.vzmarine.com/toys/altersc...yracing13c.htm

sergio39 21.02.2013 14:34

So in der Art...:futschlac

http://up.picr.de/13537466mn.jpg

sergio39 21.02.2013 14:37

Bei den Rennbooten wird ja genau das gemacht..
Heisser frisierter Höchstleistungs-Rennmotor als Kraftkopf mit Drehzahlen jenseits von Gut und Böse :zwinkern

Allerdings auch Spezialoberflächenpropeller :schlaum

:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D

tlaki 21.02.2013 15:45

Zitat:

Zitat von sergio39 (Beitrag 324006)
Ich glaube, jetzt haben wir aneinader vorbeigeredet.
Ich sprach von der Literleistung und nur von dem Fall, man würde einen hochdrehenden Motorradmotor als Kraftkopf anstelle des normalen Bootsmotors verwenden.
Der Motorradmotor ist auf viel höhere Drehzahlen ausgelegt, bringt natürlich aufgrund der hohen Drehzahl dann auch viel Leistung (Leistung ist ja Kraft mal Geschwindigkeit-hier Derhzahl) , wesentlich mehr Drehmoment bringt er aber bei gleichem Hubraum nicht, der Drehmomentgipfel ist hngegen eher spitz und das maximum auch bei höheren Drehzahlen zu finden. Hohe Drehzahlen an der Kurbelwelle können solche Motoren ohne weiteres bis in den 5-Stelligen bereich auch länger ab.
An der Prop-Welle würde sich durch die kürzere Übersetzung an der Maximaldrehzahl nichts ändern.
Ich denke nur, hochgezüchtete Motoren sind im Bootsgebrauch zu empfindlich, unnötig kompliziert und zu teuer in der Herstellung. Da ist mehr Hubraum leichter und billiger, wahrscheinlich auch zuverlässiger. Es ist einfach sch...e wenn man draußen auf dem offenen Meer mit Motorproblemen liegen bleibt.

Da stimme ich mit dir überein. Mit dem Motorradmotor würde es
auch gehen, wenn der Antriebsstrang darauf eingestellt ist. Aber mal
ehrlich macht es auf dauer Spaß mit so einem nervösen Motor
Stundenlang rumzufahren?

Wolfgang 21.02.2013 15:53

Ich habe mir mal von meinem Motor angesehen, wie lange er in welchem Drehzahlbereich gelaufen ist.

Eigentlich brauch er mal für eine längere Zeit richtig was vor die Mütze.
Kann ja auch nicht gesund sein, wenn die Belastung nur im unteren Drehzahlbereich liegt.

Also : :nuts

rottweiler 21.02.2013 19:19

Zitat:

Zitat von ulf_l (Beitrag 324003)
Hallo

Da die Leistung ja im Prinzip das Produkt aus Drehmoment und Drehzahl ist, kann ich Dir da jetzt nicht ganz folgen. Wenn man jetzt das Drehmoment einigermaßen konstant hält und dabei die Drehzahl weiter erhöht, müßte doch die abgegeben Leistung steigen. Das sollte sich ja dann wiederum durch eine andere Getriebeübersetzung auf eine passende Schraubendrehzahl anpassen lassen.

Gruß Ulf

Genau so ist es !
Man braucht doch bloß Motoren als Vergleich nehmen welche den gleichen Hubraum usw. haben . Durch Änderung an der Kraftstoffzuführung + Zündung werden dort bei einer Drehzahlerhöhung mehr PS !
ZB . bei meinen ehemals 9,9Ps Suzuki durch Änderung des Vergasers und den Flatterventilen sowie mehr Frühzündung wird die Drehzahl um 500U/min erhöht und die Leistung steigt auf 15 Ps ! Ein Feintuning kann man dann mit der Auswahl eines geeigneten Propellers vornehmen !
lg Frank

fossil 22.02.2013 08:11

Es gibt natürlich (bei Rennbooten immer) die Oberflächenpropeller ( http://www.nauticexpo.de/prod/veem-p...09-186947.html ). Die Dinger laufen in einem Wasser-Luftgemisch und haben Drehzahlen ohne Ende. Wird bei einem C4 aber einfach nicht funktionieren. Und bei einem 9,9er Suzuki voraussichtlich auch nicht.....

tlaki 22.02.2013 12:08

Zitat:

Zitat von ulf_l (Beitrag 324003)
Hallo

Da die Leistung ja im Prinzip das Produkt aus Drehmoment und Drehzahl ist, kann ich Dir da jetzt nicht ganz folgen. Wenn man jetzt das Drehmoment einigermaßen konstant hält und dabei die Drehzahl weiter erhöht, müßte doch die abgegeben Leistung steigen. Das sollte sich ja dann wiederum durch eine andere Getriebeübersetzung auf eine passende Schraubendrehzahl anpassen lassen.

Gruß Ulf

Hallo Ulf!
Drehmoment und Leistung sind zwei ungleiche Geschwister.
Das Drehmoment tritt im unteren Drehzahlbereich auf. Dagegen
steigt die Leistung mit erhöhen der Drehzahl im oberen Bereich an,
während die Dremo-Kurve wieder abwärts geht.
Drehmoment und Leistung wirst du nie auf ein gleiches
Level bringen; einfach ausgedrückt.
Schau dir mal das Diagramm an. Sehr deutlich der Unterschied
bei einem Big Block zu sehen.

http://www.skylaunch.de/tnt/bilder/nmkw.gif

ulf_l 22.02.2013 12:38

Hallo Thomas

Das ist mir schon klar, daß das Drehmoment beim Verbrennungsmotor nicht konstant anliegt, aber die Optimierungen gehen schon in diese Richtung. Daher ist so ein BigBlock kein glückliches Beispiel für eine ordentlich "grade gezogene" Drehmomentkurve ;-) . Aber auch da sieht man, daß die Leistung, trotz schon fallender Drehmomentkurve, noch weiter steigt. Erst wenn das Dehmoment im Verhältnis stärker abfällt, als die Drehzahl ansteigt, sinkt auch die Leistung.

Zitat:

Drehmoment und Leistung wirst du nie auf ein gleiches
Level bringen; einfach ausgedrückt.
Das läßt "einfach augedrückt" auch die Physik nicht zu, weil Leistung immernoch Drehmoment mal Drehzahl ist.

Gruß Ulf

sergio39 22.02.2013 15:55

Ja, der Ulf hat das genau richtig erkannt:
Aus Drehzahl und dazugehörigem Drehmoment bei dieser Drehzahl lässt sich die Leistung berechnen...
Wenn angenommen das Drehmoment, also die Kraft konstant über die gesamte Drehzahlspanne wäre, dann würde die Leistungskurve wie mit dem Lineal gezogen eine Gerade nach oben bilden, mit der höchsten Leistung bei der höchstmöglichen Drehzahl.
Leider ist sowas bei Verbrennungsmotoren, auch mit Aufladung nicht der Fall, da sehr dynamische Gassäulen beim Ansaugen wie beim Auspuffen stossweisse in Schwingung geraten. Da gibt es auf beiden Seiten dann Resonanzen, die, wenn sauber aufeinander Abgestimmt, die Zylinderfüllung positiv beinflussen können. Natürlich setzten auch Strömungsverluste durch Kurven und Engstellen den Gasen Widerstand entgegen, was dann die Füllung beeinträchtigt.
In den meisten Ausenbordern ist im Gehäuse nicht ausreichend Platz für eine Leistungsgünstige Führung und Dimensionierung der Kanäle, auch deswegen sind die Literleistungen im Vergleich zum Motorrad bescheiden. Und ich glaub, keiner will so ein Hirschgeweih hinten am Boot haben :D
Was meiner Meinung nach noch möglich wäre:

- Höhere Verdichtung, da bei uns sowieso mindestens 95okt. Benzin gefahren wird
- Ansaugseitig entdrosseln durch größere Vergaser und dazugehöriger Kanalbearbeitung
- schärfere Nockenwelle

Wobei vor allem die letzten beiden Dinge meistens eine Verschiebung des Maximaldrehmoments zu höheren Drehzahlen hin und gleichzeitiger abnehmendes Drehmoment bei den beim Boot sowichtigen niederigen Drehzahl führt

(laut Lehrbuch.......:D )

GadwS
Sergio

tlaki 22.02.2013 16:12

Zitat:

Zitat von ulf_l (Beitrag 324003)
Hallo

Da die Leistung ja im Prinzip das Produkt aus Drehmoment und Drehzahl ist, kann ich Dir da jetzt nicht ganz folgen. Wenn man jetzt das Drehmoment einigermaßen konstant hält und dabei die Drehzahl weiter erhöht, müßte doch die abgegeben Leistung steigen. Das sollte sich ja dann wiederum durch eine andere Getriebeübersetzung auf eine passende Schraubendrehzahl anpassen lassen.

Gruß Ulf

Hallo Ulf!
Ich muß noch mal auf diese deine Aussage zurückkommen.
Ich verstehe nicht wie willst du die Drehzahl erhöhen? Durch
eine Änderung der Getriebeübersetzung? Wenn ja, geht nach
überschreiten der Drehzahl bei Höchstleistung die Leistung
bergab. Ergo keine Leistungssteigerung. Hier mal ein
Diagramm eines 50PS Honda Transalp- Motor. Mann sieht
das bei 6000U/Min die Dremokurve abwärts geht, analog
dazu die Motorleistung bei 8000U/Min dito.
Siehe hier:
http://www.motorradundmehr.de/technik/images/ta_ps.gif

Oder meinst du Motorentuning? Damit erhöhst du Leistung,
Drehmoment und Drehzahl. Und das kann teurer werden
als den Motor mit der gewünschten Leistung zu kaufen.

tlaki 22.02.2013 16:17

Genau Sergio so ist es.Wunderbar erklärt. :chapeau


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:58 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
Copyright © - 2012 - www.schlauchboot-forum.com